Stress im Advent – himmlische Vorfreude oder höllischer Stress?

Stress im Advent und was du dagegen tun kannst.

Der Advent ist eine ganz besondere Zeit, eine, die von Stille und Einkehr lebt, Tannen- und Plätzchenduft, Kerzenlicht und Liedern, die einen an die eigene Kindheit erinnern.

Wir sitzen gemeinsam am großen Esstisch. Der Adventskranz leuchtet, Rolf Zuckowski klingt aus den Boxen und es duftet nach Kakao und Glühwein. Vor uns liegen Papier, Stifte, Schere, Kleber und eine Bastelanleitung aus dem Internet für den herrnhuter Stern.
Doch meine Gedanken driften immer wieder ab.

»In der Weihnachtsbackerei …«

»Habe ich die Predigt für die Mette am Markt schon fertig?«

“… Gibt es manche Leckerei …«

»Mir fehlen noch drei Geschenke.«

»Guten Tag ich bin der Nikolaus.«

»Heilig Abend muss ich arbeiten, am 1. kommt die Schwiegermutter und am 2. geht es zu meiner Familie.«

»Dezemberträume …«

»Was kochen wir denn dann?«

»Mein allerschönster Weihnachtstraum …«

»Morgen ist Adventscafé im Kindergarten. Ich muss dafür gleich noch backen. Gekaufter Kuchen wird missbilligend betrachtet.«

Ich habe Stress im Advent. Ich würde den angefangenen Papierstern vor mir gerade gerne zerreißen.

Mach ich aber nicht!

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Der Advent wird zunehmend von einer besinnlichen Vorbereitungszeit zu den stressigsten Wochen im ganzen Jahr.

Mit diesen Tipps stellst du dich gegen den Trend “Stress im Advent”:

1. Mach eine Liste

Schreibe alles auf, was du bis Weihnachten wirklich erledigen MUSST. Erledige alles von deiner Liste so zeitnah wie möglich – am besten heute! Lieber ein, zwei stressige Zeiten, als jeden Tag Stress und dabei schlechtes Gewissen.

Übrigens: Auch im Advent darf man “Nein” sagen. Nein zu Aufgaben und Nein zu Terminen. Muss man vor dem Fest wirklich die Fenster putzen? Musst du jede Einladung zum Adventscafé annehmen?

2. Gönne dir eine Auszeit

Das Jahr neigt sich zu Ende. Kein Ehrenamtler ist mehr hochmotiviert. Die perfekte Zeit dich auch einmal zurückzulehnen und das Jahr zu reflektieren. Kuschel dich aufs Sofa mit einer weichen Decke und einem heißen Kakao oder Glühwein. Du kannst auch deine Familie einladen, sich zu dir zu kuscheln.

3. Freu dich auf Weihnachten

Weihnachten ist »The Most beautiful Time of The year«. Ja, viele meiner Leser müssen arbeiten und das nicht zu knapp. Aber dabei darfst du bitte nicht vergessen, was wir da feiern. Lass dich von der Freude über die Geburt Christi auch selbst berühren.

Statt Geschenkestress, schalte auf Dankbarkeit. Gott ist Mensch geworden, kann man dieses Geschenk noch toppen?
(Ja, er hat auch den Tod besiegt 🙂 )

4. Mach einen Plan

Plan Weihnachten anhand der Bedürfnisse eurer Familie und nicht anhand von allgemeinen Traditionen. Zum Beispiel: Ist eine Weihnachtsgans wirklich nötig? Oder essen die Kinder etwas anderes eh lieber. Meistens isst man an den Festtagen ja sowieso mehr, als einem lieb ist.
Oder: Braucht es viel Besuch oder verbringt ihr die Zeit lieber im kleinen Rahmen als Familie?

Der Advent ist in jedem Fall eine andere Zeit.

Für mich soll er eine Aus-Zeit sein.

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ach, da ist es ja, das Kommentar-Feld! 😉

    Toller Artikel!
    Wir sollten wirklich mal reflektieren, wo wir uns zu sehr von irgendwelchen Konventionen und Erwartungen unnötig stressen lassen!
    Bei mir gibt es schon lange keine Weihnachtsgans mehr!
    Und ob sie Fenster geputzt sind oder nicht …. Ich glaube nicht, dass irgendein Gast auf die Idee käme, meine Fenster zu putzen! 😉

    Irgendjemand anders (oder der Gesellschaft) gerecht zu werden entfernt uns oft nur zu sehr von uns selbst.
    Auf einen schönen uns entspannten Dezember!
    Elwine
    (www.dauerhaft-schlank.com)

      1. Hallo Benjamin,
        ich putze generell 2-3 mal pro Jahr meine Fenster. Mehr muss nicht sein, finde ich. Und ob die jetzt Mitte – Ende Dezember blitzeblank glänzen oder an Fasching, das spielt für mich keine so große Rolle.
        Zur Ruhe komme ich indem ich ganz bewusst und gezielt Dinge “kultiviere”, die mir wichtig sind. Z.B. eine Alternative zum alljährlichen Plätzchen backen, wie ich sie in meinem Blog-Artikel beschreibe. Ich backe ganz selten und explizit nur dann, wenn ich wirklich Lust dazu habe – und dann probiere ich gerne auch alternative Leckereien aus.
        Es entspannt unheimlich, wenn man sich nicht selber den Stress macht: “Oh je, es ist ja schon Nikolaus, und ich habe erst 2 Sorten Plätzchen gebacken!”.

        Ich entspanne mich ganz bewusst, meditiere häufiger, lege mich in die Badewanne – bekomme Inspirationen und Ideen, z.B. für neue Blog-Artikel.

        Wenn ich IN MIR zur Ruhe komme, dann bin ich auch viel empfänglicher für die Weihnachtsbotschaft.

        Mit dem Weihnachtsessen verhält es sich ähnlich. Es gibt bei uns nicht DAS Essen an Weihnachten [wie die Weihnachtsgans]
        Vielmehr gibt es jedes Jahr neue Anlässe, etwas (neues) Besonderes zu kreieren. Aber das ist eine andere Geschichte. 😉

        Ich wünsche mir, dass sich jede/r überlegt: “Was ist mir denn wichtig?” und sich weg traut von dem Gedanken “Was ist üblich / Tradition?” – denn das heißt für meine Begriffe übersetzt nichts anderes als “Was erwartet man von mir?” – die Gesellschaft, die Familie, die Kinder, …
        Wenn ich diese Erwartungshaltungen alle erfüllen will. dann kommt nur eines zu kurz: ICH SELBST. Und dann – und NUR dann – ist die Vorweihnachtszeit “höllischer Stress”.

        Auf mehr Besinnung und Bewusst-SEIN!
        Liebe Grüße,
        Elwine

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