9 Tipps für deinen entspannten Start in den Feierabend

9 Tipps für deinen entspannten Start in den Feierabend

Als Mitarbeiter im pastoralen Dienst sind wir zeitlich flexibler als viele andere Angestellte. Wir haben keinen typischen „Nine-to-five-Job“. doch diese zeitliche Flexibilität bringt neben den vielen Vorteilen auch viele Gefahren mit sich.

Denn uns sagt kein Chef und auch keine Uhrzeit wann wir Feierabend haben. Schließlich könnten wir ja jederzeit an irgendetwas arbeiten.

Besonders schwer ist es für diejenigen, die ihr Büro zuhause haben. Doch dank des Smartphones haben auch alle anderen ihre Arbeit jederzeit in der Hosentasche dabei.

Ich erwische mich selber immer wieder dabei in kleinen Momenten der Ruhe mal eben meine E-Mails zu checken.
Oder es passiert, dass sich beim Tatort gucken auf dem Sofa plötzlich einen Gedanken habe, den ich ganz dringend aufschreiben muss.

Kennst auch du solche Situation?

Manchmal dringt die Arbeit auch durch Andere in unsere Freizeit ein. Wenn ich mit meiner Tochter samstags morgens Brötchen holen gehe und dort auf ein Gemeindemitglied treffe, bin ich automatisch in meiner Rolle als Seelsorger.

Erschwerend ist natürlich auch, dass unser Feierabend nicht immer am Abend ist. Die meisten meiner Termine sind sogar abends und somit ist mein „Feier-abend“ meistens am Nachmittag und umschlossen von Terminen davor und danach.

Es ist also aus vielerlei Gründen schwierig wirklich Feierabend zu machen. Und dennoch ist dies extrem wichtig. Wenn du dich jederzeit gedanklich mit deiner Arbeit beschäftigst und nie wirklich abschaltest, kannst du dich nie ausreichend erholen.

Dazu fällt mir gerade ein Zitat ein
„Wer nie ordentlich nichts tut, der wird nie etwas ordentlich tun.“

Anders gesagt = ohne ausreichende Zeiten für Pause und Regeneration leiden deine Arbeitsergebnisse und leidest auf Dauer auch du selbst.

Doch was kannst du dagegen tun?
Ich nutze 9 Rituale um den Übergang aus meinem Büro in meine Freizeit bewusst zu gestalten. Dafür gibt es verschiedenste Möglichkeiten.

1. Du kannst zum Beispiel immer bevor du dein Büro verlässt ein kurzes Abschlussgebet sprechen.

2. Oder du räumst noch einmal alles auf um den Übergang von der Arbeit ins Nichts tun sanfter zu gestalten.

3. Eine Zeit lang habe ich mich bewusst umgezogen. Auch wenn du dein Büro zuhause hast, kann es helfen, wenn du im Büro andere Kleidung trägst als auf dem Sofa. Ich habe zum Beispiel früher im Büro prinzipiell Sachen getragen, die ich wenn ich Schluss gemacht habe, ausgezogen habe.

Das kann auch heißen, dass du zuhause immer ein gemütliches Outfit trägst (das reduziert übrigens die Wäschemenge drastisch).
Du kannst auch bei der Arbeit immer ein bestimmtes Kleidungsstück tragen, zum Beispiel ein Sakko. Sicherlich musst du in deinem Büro nicht immer einen Anzug tragen, aber in Unterwäsche oder im Schlafanzug in einen Arbeitsmodus zukommen ist auch schwer.

image-4

4. Ich starte auf meinem iPhone den „Nicht-Stören-Modus“. Damit bin ich in meiner Freizeit nur noch für enge Freunde und Familie erreichbar.

5. Nutze die letzten 15 Minuten vor Feierabend um noch einmal auf deinen Tag zurückzuschauen.
– Was ist dir gelungen und was hättest du besser machen können?
– War das, was du dir vorgenommen hast, erreichbar?
– Was hat dich heute überrascht?
usw.

6. Plane bevor du in den Feierabend gehst deinen morgigen Tag.
– Welche Termine stehen an?
– Welche Aufgaben nimmst du dir vor?
– Wann musst du wo sein und wie kommst du da hin?

7. Während dem Arbeitstag versuche ich weder Facebook noch Twitter oder Instagram zu öffnen. Bevor ich das Büro verlasse, gönne ich mir einige Minuten zum surfen durch diese sozialen Medien.

verzweifelter-mann

8. Lange fiel es mir schwer von der Arbeit direkt nach Hause zu gehen. Ich hatte das Gefühl, dass mich dort direkt wieder neue Aufgaben erwarten. Meine Frau hatte Dinge die sie mit mir besprechen wollte. Kinder stürmten auf mich zu um zu spielen. Und dabei war ich in Gedanken immer noch ein wenig bei der Arbeit. Inzwischen gönne ich mir vor dem nachhause gehen wenig Eigenzeit und gehe zum Beispiel eine kleine Runde spazieren. Ein entscheidender Vorteil an unseren nicht festen Arbeitszeiten ist, dass auch niemand zu einer festen Zeit auf uns wartet.

9. Am Ende meines Arbeitstages schaue ich oft noch einmal auf meine Liste im Todoist. Ich schau noch einmal was ich heute alles erledigt habe. Und lösche Aufgaben, die nicht mehr wichtig sind.

Natürlich setze ich nicht alle diese Rituale jeden Tag ein sondern sie variieren je nach Tagesverlauf und Stimmung. Damit es für dich aber selbstverständlich wird vor dem Feierabend ein solches Ritual zu platzieren gehe folgendermaßen vor:

Suche dir jetzt zwei dieser Rituale aus und probiere sie mindestens sieben Tage am Stück. Wenn dir etwas nicht gefällt lass es sein und versuche etwas Neues. Du kannst dazu meine Ideen verwenden und natürlich auch eigene Rituale kreieren.

Was hilft dir dabei bewusst Feierabend zu machen?
Wie gestaltest du den Übergang zwischen Arbeit und Freizeit?
Benutzt du die Zeit zwischen den Terminen für deine Erholung?

Ich freue mich schon sehr auf deine Ergänzungen.

Ich wünsche dir einen schönen Feierabend!

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

© Benjamin Floer
* = Affiliatelink