Einfach mal abschalten – Der Luxus der Unerreichbarkeit

Einfach mal abschalten – Der Luxus der Unerreichbarkeit

Abschalten, ein Phänomen das viele Menschen nicht mehr kennen. Ruhe scheint für viele nicht mehr aus zu halten zu sein. Ständig läuft entweder das Radio, der Fernseher oder das Handy.

Dabei sind Pausen extrem wichtig für den Menschen und auch für die Produktivität.

 

Jesus gönnt seinen Jüngern immer wieder Pausen. Als einmal einige Jünger von einer Missionsreise zurückkehren (MK 6,7-12 und 30-32), ist um sie herum sehr viel los. Viele Menschen sind bei Jesus um von ihm zu hören. Nicht einmal zum Essen kommen die Jünger.

 

Jesus schickt sie in Pause: Geht ihr allein an einen einsamen Ort und ruht euch aus.

Als ich diese Bibelstelle vor einiger Zeit in einer Jugendmesse hörte, merkte ich ein tiefes Flehen in mir:

Herr, bring du mich an diesen stillen und einsamen Ort.

Gott lädt uns jederzeit zur Stille ein und zur Zeit mit ihm, es liegt an uns wie oft wir diese Einladung annehmen.

Es scheint immer schwieriger zu werden einfach mal abzuschalten, auch ganz praktisch. Kaum einer traut sich sein Handy aus zu machen und beiseite zu legen. Auch ich wollte zu Beginn meines kirchlichen Dienstes immer erreichbar für die Menschen sein. Schnell habe ich aber gemerkt, dass mich das an meine Grenzen bringt. Es ist eine Frage der Organisation, bei uns gibt es eine interne Rufnummer für seesorgliche Notfälle. So können alle Kollegen, die gerade keinen Handydienst haben, in aller Ruhe abschalten.

 

Und mal Hand auf Herz, rufst du im Urlaub keine Mails ab, nimmst den dringenden Anruf entgegen oder schreibst kurze die wichtige SMS?

Andere Organisationen und Unternehmen scheinen uns etwas voraus zu haben. Bei vielen großen Firmen wird der Emailserver eine Stunde nach Feierabend abgeschaltet. Mails können erst wieder am nächsten Morgen gelesen und empfangen werden. So zum Beispiel bei VW.

 

Anders geht Daimler vor, der Abwesenheitsassistent “Mail on Holiday” schickt nicht nur eine Benachrichtigung an den Absender einer Email, sondern löscht diese auch sofort. So findet der Mitarbeiter nach dem Urlaub eine leere Mailbox vor und kann sich auf seine Arbeit konzentrieren.

Viele der Mails werden sich in der Zwischenzeit sowieso geklärt haben.

 

Wenn ich in Elternzeit gehe, wird mein Abwesenheitsassistent schreiben:

 

Guten Tag,

ich befinde mich zurzeit in Elternzeit und werde daher die Mail nicht lesen. Sollte es nach dem Tag.Monat noch wichtig sein, melden Sie sich dann bitte noch einmal. Auch telefonisch bin ich in der Elternzeit nicht erreichbar.

 

Ab dem Tag.Datum bin ich gerne wieder für Sie da.

mit freundlichen Grüßen

Menschen, die auch mal abschalten, finden plötzlich Zeit für sich selbst, Zeit für Freunde und Familie und auch mehr Zeit für die persönliche Beziehung zu Gott.

Gönne es Dir ab zu schalten (nicht nur im Advent).

Jesus sagt auch zu Dir: Gehe allein an einen ruhigen Ort und ruhe Dich aus!

Beginne noch Heute damit abzuschalten und gönne Dir den Luxus von Ruhe und Unerreichbarkeit!

Benjamin – Ich habe Zeit für dich

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© Benjamin Floer
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