Facebook – eine Quelle der Inspiration und Produktivität

Facebook – eine Quelle der Inspiration und Produktivität

Ist Facebook sinnlose Zeitverschwendung und hält uns von wichtigen Aufgaben ab oder ist Facebook eine Hilfe im Arbeitsalltag?

Sowohl als auch, es kommt darauf an wie wir es nutzen.

Nele spielt gerade »Candy Crash Saga«

Peter hat einen Charakter wie Nelson Mandela

Es war ein normaler Tag für Chantalle, aber was dann passiert ist wirst du nicht glauben …

Solche Meldungen tauchten lange Zeit in meinem Facebookstream auf und machten mich zu einem Verfechter der These »Facebook raubt nur Zeit«.

Inzwischen lösche ich alle Seiten deren Posts mich nicht interessieren. Blockiere Meldungen von Spielen und kündige Abonnements von “Freunden”, die mich langweilen oder nerven.

Das kündigen von Abonnements hat zur Folge, dass man nichts mehr von der Person angezeigt bekommt. Der große Vorteil ist, dass die “Freundschaft” bestehen bleibt. Der andere bekommt das Abbestellen seiner Meldungen nicht einmal mit.

Gleichzeitig habe ich damit begonnen gezielt nach Kontakten zu suchen, deren Posts mir einen Nutzen bringen. Ich abonniere die Meldunen vieler Kollegen und bekomme so ganz einfach Informationen über neue Bücher oder pastorale Projekte. Auch für so manchen Gottesdienst bekam ich die Ideen bei Facebok.

Ich folge einigen Nachrichtensendungen und mache Facebook so zu meiner »Tageszeitung«.

Ich habe einige Blogger abonniert und bilde mich so mit Facebook fort. Ich bekomme bei Facebook Informationen über neue Artikel und muss nicht diverse Blogs regelmäßig besuchen um zu sehen ob etwas Neues erschienen ist. (Natürlich nutze ich zusätzlich unregelmäßig die App »Feedly«)

Ich folge meinen Jugendleitern und erfahre so, was in ihrem Leben wichtig ist und wenn bei ihnen Probleme auftreten. Wenn zum Beispiel ein Familienmitglied verstirbt, bekomme ich das oft bei Facebook mit und kann mich bei demjenigen telefonisch melden.

Facebook spart mir, so genutzt, jede Menge Zeit für das Suchen von Informationen auf unzähligen Homepages. Außerdem werde ich so von vielen Ideen inspiriert nach denen ich nie gegoogelt hätte, da ich ja gar nicht wusste, dass es sie gibt.

Facebook kann mit den richtigen Informationen im Stream eine Inspiration und Arbeitserleichterung sein.

Für eine effektive Nutzung genügen ein oder zwei tägliche Besuche bei Facebook. Ständiges scannen des Newsstreams ist Zeitverschwendung und oft ein Zeichen dafür, dass man sich vor anderen Arbeiten drückt.

Wenn du Facebook bisher gar nicht nutzt oder nur privat dort unterwegs bist, möchte ich dir gerne noch mitgeben warum ich meine, dass Kirche bei Facebook vertreten sein sollte:

Jesus beauftragt seine Jünger, und somit auch uns: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“.
Wir erfüllen seinen Auftrag nicht, indem wir warten, dass die Menschen zu uns kommen, sondern sein Auftrag lautet „geht hin“. Wir müssen eine „Geh-hin-Kirche“ werden. Diese Aufgabe bezieht sich auch, oder sogar gerade darauf, zu den Menschen zu gehen, die noch fern sind von Glauben und Kirche. Die sozialen Medien bieten uns eine von mehreren Möglichkeiten neue Menschen zu erreichen.

Ein zusätzlicher Vorteil einer Facebookpräsenz gegenüber einer Homepage ist die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung untereinander. So haben die Benutzer die Möglichkeit veröffentlichte Inhalte zu kommentieren, Fragen dazu zu stellen, oder darüber zu diskutieren. Besonders in immer größeren Gemeinden kann dies dabei helfen, enger zusammen zu rücken und sich schneller mit vielen Menschen auszutauschen. Und das sind nur einige der Möglichkeiten und Chancen, die uns Facebook bietet.

Papst Benedikt XVI. fordert die Christen zu einer verantwortungsbewussten Kreativität im Internet auf. In seiner Botschaft zum 45. katholischen Weltmedientag würdigt er die wachsenden Möglichkeiten, die durch soziale Netzwerke entstanden sind, und ermutigt die Christen, diese modernen Informations- und Kommunikationsmittel für die Verkündigung des Glaubens einzusetzen.

Facebook ist, richtig genutzt, Arbeitsmittel und Ideenbörse.

Sgnatur

VERPASSE KEINEN NEUEN ARTIKEL MEHR

3 Kommentare

  • Hallo Benjamin,

    vielen Dank für deinen Artikel. Ich finde deine differenzierte Auseinandersetzung mit Facebook sehr gut! Die meisten raten ja 'nur' zur achtsamen Nutzung. Die ist natürlich sehr wichtig, denn Facebook wird ja gerne zum Prokrastinieren herangezogen.

    Um mich mit Blogs aktuell zu halten und weiterzubilden nutze ich die RSS-Feeds mit Feedly. und eine Reader für mein Smartphone. Das lenkt weniger ab und ich kann die Beiträge auch weiterverarbeiten. Auch kann ich so Wartezeiten gut nutzen.

    Facebook dient mir im Bereich Weiterbildung eher dem Austausch mit den anderen Fans der Seite bzw Gruppe. Die Diskussionen und Tipps sind oft sehr wertvoll.

    Lieben Gruß Frank
  • Hallo Frank,

    ich danke dir für dein Lob. Ich liebe Facebook und würde nie dazu raten, es ganz ab zu schalten.

    Nutz du Feedly schon in Kombination mit Pocket? Du kannst Artikel aus Feedly dorthin verschieben um sie später auch offline zu lesen.

    viele Grüße Benjamin

Was denkst du?

© Benjamin Floer
Kontakt   
* = Affiliatelink