Nie mehr Vergessen mit dem Gedächtnispalast

Nie mehr Vergessen mit dem Gedächtnispalast

Heute möchte ich euch eine spezielle Merktechnik vorstellen. Vielleicht habt ihr ja das gleiche Problem wie ich und könnt euch manche Sachen einfach nicht merken. Dafür gibt es natürlich einmal die guten alten Notizbücher, Kalender, Apps für das Smartphone oder Schmierzettel. Aber eben auch bestimmte Techniken die euch dabei helfen Dinge einfach im Kopf zu behalten. Das spart zum einen Papier oder Speicherplatz auf dem Handy und zum anderen natürlich Zeit die ihr dann nicht mit dem Suchen nach Informationen verbringen müsst.

Die heutige Merktechnik nennt sich Gedächtnispalast. Vielleicht hat der ein oder andere von euch schonmal davon gehört. Zum Beispiel verwendet Sherlock Holmes diese Technik und wenn ihr die Sendung Sherlock der BBC gesehen habt, dann habt ihr auch schonmal ein sehr Bildhaftes Beispiel hierfür gesehen.

 

Ich möchte eigentlich gar nicht über die Herkunft und Entstehung erzählen, da für uns ja wichtig ist wie die Technik funktioniert. Wer dennoch etwas darüber wissen möchte kann dies sehr gut auf Wikipedia nachlesen. Nur eines noch bevor ich mit der Erklärung starte. Die Technik ist besonders geeignet um Daten und Fakten zu lernen. Also z.B. Vokabeln oder die Zahl Pi. Auch Namen und Termine kann man sich damit gut merken. Weniger gut geeignet ist Sie um sich bestimmte Abläufe zu memorieren. Ihr könnte euch also weniger gut damit merken wie man z.B. einen Walzer oder ähnliches tanzt. Aber zumindest kann man sich z.B. Namen damit merken.

 

Bevor es los geht müsst ihr also überlegen ob das was ihr euch merken wollt in diese Methode passt. Dazu gibt es eine einfach Feustregel: „Was ihr euch merken wollt muss in eine Bild gewandelt werden können“. Bei Zahlen z.B. kann es auch sein das ihr verschiedenen Teilstücken des bilder jeweils eine Zahl zuweist und das Gesamtbild ergibt dann z.B. die Jahreszahl.

 

Und nun endlich zum konkreten Aufbau des Palastes. Hier müsst ihr euch vor Augen halten, dass ich hier immer Palast schreibe aber der Bau den ihr erschafft nicht unbedingt ein Palast sein muss. Es kann auch einfach ein kleine Haus oder ein Schuppen sein. Auch ein anderer besonderer Ort ist möglich. Wichtig ist das ihr etwas mit diesem Ort verbindet. Ihr müsst auch nicht sofort den kompletten Palast aufbauen, sondern könnt zunächst mit einem Raum beginnen und dann Stück für Stück weitere Räume anbauen. Wenn z.B. ein neues Thema kommt das ihr euch merken müsst. Dabei solltet ihr darauf achten, dass der Palast trotzdem einen sinnvollen Aufbau beibehält. Wenn ihr Räume so anordnet, dass ihr erst viele andere Räume durchschreiten müsst um an eine bestimmte Information zu gelangen macht das natürlich weniger Sinn.

 

Wie baut man aber jetzt so einen Palast? Zunächst müsst ihr euch euren vielleicht schon bestehenden Palast ins Gedächtnis rufen. Vielleicht gibt es schon einen Raum wo die neue Information abgelegt werden kann, oder aber ihr habt soviele neue Informationen oder ein so großes Thema das ihr einen neuen Raum anlegen müsst. Also der erste Schritt ist zu entscheiden wo die Information hin soll.

 

Der Zweite Schritt ist sich das Zimmer ins Gedächtnis zu rufen oder es eben entsprechend aufzubauen. Hierbei sollte der Raum ein einzigartiges Merkmal erhalten über das ihr das Thema sofort identifizieren könnt. Wollt ihr euch z.B. alles über Pinguine merken, macht es Sinn in der Mitte des Raums zunächst einen kleinen Pinguin zu platzieren.

 

Als drittes wandelt ihr alle Informationen die ihr habt in einzelne Bilder um und platziert diese in unserem neuen Raum. Wollt ihr euch z.B. merken das Pinguine auf der südlichen Hemisphäre unsere Planeten leben so könnt ihr einen halben Globus in die südliche Ecke des Zimmers stellen.

 

Wenn ihr euch merken wollt das Pinguine flugunfähige Seevögel sind, so könntet ihr ein Aquarium mit einem Vogel darauf in das Zimmer stellen usw.

 

Sobald ihr alle Informationen untergebracht habt, müsst ihr nun noch die einzelnen Bilder und Objekte abschreiten. Hierbei solltet ihr immer die gleiche Route nehmen damit sich diese besser einprägt und ein gewisser Automatismus entsteht.

 

Und als letzter Punkt, der übrigens für den gesamten Palast gilt, gilt üben üben und nochmal üben. Denn nur durch ständige Wiederholung bleibt euch der Palast im Kopf. Und nur wenn ihr den Palast immer im Kopf habt könnte ihr auch spontan einen Pfad abschreiten und gewünscht Informationen „herunterladen“.

Ihr seht also, dass es viele Möglichkeiten und teils auch sehr phantasievolle Arten gibt einen solchen Palast oder ein solche Haus oder eine Kirmes zu erstellen.

Nur wenn ihr mich fragt ob es hier wie bei den MindMaps auch ein Programm gibt oder andere Tools um einen solchen Palast zu bauen. Nun dann muss ich euch enttäuschen.

Der Witz hier ist ja gerade das ihr alles im Kopf habt. Unter Umständen könnt ihr euren Palast mit Papier und Bleistift skizzieren, aber wie gesagt das ist eigentlich nicht Sinn und Zweck der Methode sondern würde im Grunde nur eurer Phanatsie auf die Sprünge helfen.

 

Was haltet ihr von dieser Technik? Macht ihr es anders und wenn ja wie?

 

Nils – Ich habe Zeit für dich.

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© Benjamin Floer
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