Gute Vorsätze smart erreicht

Gute Vorsätze smart erreicht

Zu Beginn eines jeden Jahres nehmen wir uns vor, einige Dinge anders zu machen oder aber auch Dinge nicht mehr zu tun. Wir nennen diese Versprechen „Gute Vorsätze“, aber was haben gute Vorsätze mit Zeitmanagement zu tun?

Benutzen wir statt Vorsätze vielleicht einfach das Wort Jahresziele oder einfach nur Ziele. Denn nichts anderes sind doch diese „Guten Vorsätzen“, oder?

Übrigens sehr passend hierzu geben 60% der Befragten in einer repräsentativen Umfrage durch Forsa an, im Jahr 2015 weniger Stress haben zu wollen.

Immerhin noch 55% geben an, mehr Zeit für die Familie und Freunde haben und mehr Sport machen zu wollen.(Quelle)

Aber wenn wir ehrlich sind, nicht jedes unserer gesteckten Ziele erreichen wir tatsächlich. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die meisten Vorsätze, die in der Silvesternacht gefasst werden, schnell wieder vergessen sind.

Ich behaupte jedes Ziel, das wir uns am Anfang des Jahres stecken und nicht erreichen, haben wir einfach falsch oder schlecht formuliert. Natürlich erkläre ich das auch gerne. Nehmen wir einfach als Beispiel Platz 1 aus der Forsa Umfrage: „Ich möchte weniger Stress haben!“. Das ist zwar sehr kurz und einprägsam formuliert, aber wenn wir diese Aussage, dieses Ziel betrachten, werden wir uns sofort eine ganze Menge Fragen stellen. Das könnten z.B. sein:

  • Wo fange ich am besten an?
  • Woher kommt der Stress?
  • Womit höre ich auf, damit ich mehr Zeit für andere, wichtigere Sachen habe und nicht so gestresst bin?
  • Was ist Stress eigentlich?
  • Was sagt XY dazu, wenn ich mich plötzlich anders verhalte?
  • Muss ich mich anders verhalten?
  • Was muss ich ändern, damit ich nicht mehr so gestresst bin?

Im Grunde laufen alles diese Fragen darauf hinaus, dass wir uns die Frage stellen „Wie soll ich das nur schaffen?“ oder noch schlimmer, wir finden keinen Anfang und sagen direkt „Das gibt eh keinen.“.

Wir haben uns also eigentlich eine kleine Sache vorgenommen, die jedoch bei näherem Hinsehen ziemlich gewaltig ist. Wie aber können wir unser Ziel trotzdem erreichen?

 

Hierzu gibt es im Projektmanagement oder auch in der Psychologischen Beratung die SMART – Methode, die uns dabei hilft, Ziele richtig zu definieren.

SMART ist eine Abkürzung und bedeutet, dass ein Ziel folgende Eigenschaften aufweisen muss:

  • S = Spezifisch
    • Das Ziel oder der Vorsatz muss so genau wie möglich formuliert sein, damit es keinen, oder nur wenig Spielraum zur Interpretation gibt.
  • M = Messbar
    • Ich muss meinen Weg zum Ziel, also die Erreichbarkei,t messen können. Es bringt nichts, wenn ich nicht weiß wie weit es noch ist, bis ich an meinem Ziel angekommen bin.
  • A = Attraktiv
    • Ich muss ein gutes Gefühl mit dem Ziel haben. Ein Ziel,das z.B. von außen vorgegeben wird, ist für mich nicht reizvoll und ich werde mich im Unterbewusstsein dagegen streuben.
  • R = Realistisch
    • Ein Ziel muss immer realistisch sein. Ich muss mir also schon am Anfang die Frage stellen, ob ich das Ziel überhaupt erreichen kann.
  • T = Terminiert
    • Ich muss mir für die Erreichung meines Ziels einen konkreten Termin setzten. Habe ich keinen festen Termin, an dem das Ziel erreicht sein soll, so werde ich es immer weiter vor mir herschieben und es im schlimmsten Fall niemals erreichen.

Statt uns also vorzunehmen weniger Stress zu haben, könnten wir also schon viel konkreter werden:

„Ich werde mich jeden Abend 15 Minuten hinsetzten und meine Aufgaben für den nächsten Tag planen, damit ich am nächsten Tag nicht vor dem riesen Berg an Aufgaben stehe und nicht weiß wo ich anfangen soll. Dadurch werde ich mich besser und entspannter fühlen, weil ich weiß was auf mich zukommt. Ausserdem werde ich jede Woche die Artikel auf www.christliches-zeitmanagement,.com lesen und mir das Beste für mich daraus aneignen. Zum nächsten Silvester werde ich dadurch viel entspannter sein und mein eigenes System haben, um alle Aufgaben stressfrei zu bewältigen.“

Ich gebe zu, dieser Vorsatz ist jetzt nicht mehr ganz so kurz und knackig wie zuvor, aber er ist nun mit konkreten Schritten ausgerüstet und wir sehen auf einen Blick, was wir tun wollen um dieses Ziel zu erreichen.

Am besten schreiben wir uns dieses Ziel auf und hängen es z.B. zu Hause über unser Bett oder den Schreibtisch. Gerne auch an den Kühlschrank. Wichtig ist, dass wir einen Ort wählen wo wir unser Ziel öfter vor Augen haben, dadurch werden wir immer wieder erinnert und bleiben unserem Ziel treu. Hier hilft es übrigens auch mit anderen Menschen über seine Ziele zu reden, statt sie für sich zu behalten. Wenn wir darüber reden sehen wir uns selbst in der Pflicht das Ziel zu erreichen um auf die Fragen eines anderen „Wie läuft es mit deinem XY“ auch eine für uns zufriedenstellende Antwort geben zu können.

Abschließend möchte ich euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben, der mir hilft, wenn ich mir solche Ziele setze. Ich schreibe mir das Ergebnis in meinen Kalender und auch die einzelnen Meilensteine, die ich auf dem Weg zum endgültigen Ziel erreichen möchte oder eingeplant habe, schreibe ich mir mit einem konkreten Termin in meinen Kalender. So weiß ich immer, wenn ich an diesem Tag angelangt bin, ob ich diesen Schritt bereits erledigt habe oder ob ich noch etwas dazu tun muss. Hier müssen dann natürlich auch konkrete Termine für die Dinge, die zu erledigen sind, mit einem Termin in meinen Kalender.

Wie verfolgst du deine Ziele? Magst du uns vielleicht sogar das ein oder andere Ziel verraten? Nach Möglichkeit freuen wir uns dann auch von dir zu erfahren, ob du deine Ziele erreicht hast. Wir fragen da gerne auch nochmal nach.

 

Nils – Ich habe Zeit für dich

2 Kommentare

  • […] SMART definiert zu haben, war Grundvoraussetzung (siehe dazu Frank Albers, einfach-effektiv.de, Benjamin Floer, Christliches Zeitmanagement oder Christian Pirker). Darauf hatte ich bereits einige Zeit verwendet. Aber wie den Überblick […]
  • […] Um den Erfolg einer Veranstaltung und eines Angebots angemessen bestimmen zu können musste die ein Ziel setzen das messbar ist. Wie du richtig Ziele setzen kannst hat Nils bereits einmal in einem Artikel beschrieben. […]

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