Kreative Merkhilfen – Mindmaps anders genutzt

Kreative Merkhilfen – Mindmaps anders genutzt

Ich möchte euch in diesem Blogbeitrag eine ganz besondere Methode vorstellen um eure Gedanken zu Papier zu bringen.

Die Rede ist vom Mindmap. Vielleicht kennt der ein oder andere diese Methode auch schon. Das Mindmap geht zurück auf das Jahr 1971 und wurde von dem britischen Psychologen Toni Buzan entwickelt.

Ich möchte gar nicht so viel über die Theorie von Mindmaps sprechen, weil ich glaube, dass viele von euch Mindmaps auch schon kennen oder zumindest schon mal eins gesehen haben. Ein Mindmap hilft dabei Gedanken und Ideen grafisch festzuhalten. Hierbei steht das zentrale Thema in der Mitte, es gehen dann Äste von diesem ab, das sind dann Unterthemen, die sich  in immer feinere Äste verzweigen. Es ist dabei hilfreich mit verschiedenen Farben für verschiedene Äste oder Themen zu arbeiten. Vielleicht kann man auch Bilder statt Begriffen verwenden um so seiner Phantasie mehr Spielraum zu geben.

Ich habe mir mal meine Arbeitsweise aus der Blogparade genommen und ein Mindmap erstellt, damit ihr seht wie das aussehen kann. Wie ihr seht habe ich das Mindmap nicht von Hand erstellt. Ich hab hier zu das Programm XMind verwendet, dieses gibt es für alle Plattformen. In der Basisversion ist das Programm kostenlos, kann jedoch auch in einer Pro-Variante bestellt werden, mit der man weiter Funktionen erhält. Natürlich kann man das ganze auch auf einem weißen Blatt Papier skizzieren.

Die Idee hinter einem Mindmap ist, dass das Gehirn nicht linear denkt. Wenn dem so wäre dann hätten wir im Gehirn ganz viele Listen gespeichert und viele der Daten wären doppelt vorhanden. Vielmehr werden neue Erfahrungen und Eindrücke im Gehirn abgelegt und mit bereits bestehenden Erinnerungen (z.B. an den Geruch von Pfannkuchen) verknüpft. So entsteht ein großes Netz von Erinnerungen und Assoziationen.

 

Ebenso gehen manche Forscher davon aus, dass die unterschiedlichen Gehirnhälften für unterschiedliche Aufgaben vorgesehen sind. So sagt man zum Beispiel, dass die linke Gehirnhälfte für logisches Denken verantwortlich ist, während die Rechte der kreative Teil ist. Leider habe ich hierzu bei meinen Recherchen keine wirklich eindeutigen Aussagen gefunden, da sich unterschiedliche Quellen da auch widersprechen. Aber vielleicht kann mir jemand von euch auf die Sprünge helfen.

 

Für mich macht es jedoch Sinn, dass verschiedene Bereiche unseres Gehirns verschiedene Funktionen erfüllen. Ein Mindmap hat den Vorteil, dass es durch sein Aussehen verschiedene Teile des Gehirns gleichzeitig anspricht. Wenn wir uns also etwas merken wollen oder etwas für uns klarer haben möchten, ist es hilfreich eine Struktur zu benutzten, die unser Gehirn entsprechend fordert.

Ich möchte dir zum Schluss noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie du am besten ein Mindmap erstellst. Wie gesagt ist es hierbei egal ob du am Computer ein Mindmap erstellst oder lieber mit Papier und Stift arbeitest.

 

1. Schreibe das Thema in die Mitte.

 

2. Überlege dir Schlagworte für grobe Unterkategorien. Schreibe diese um dein Hauptthema herum auf dein Mindmap. Du kannst hierfür Begriffe verwenden oder auch einfache Piktogramme. Hauptsache du weißt später noch was welches Bild bedeutet. Verbinde diese Kategorien mit dicken Linien mit deinem Hauptthema.

 

3. Ich empfehle nun sich jede Kategorie nacheinander vorzunehmen. Schreib hierbei alles was dir dazu einfällt an kleinere Äste deiner Unterkategorie. Hierbei kannst du natürlich auch mehrere Ebenen tief gehen. Am Computer hast du den Vorteil, dass dir der Platz nicht ausgeht.

 

4. Wenn du jede Kategorie gefüllt hast betrachte dein Mindmap. Du kannst jetzt noch ein Feintuning vornehmen in dem du Markierungen mit verschiedenen Farben anbringst, oder vielleicht sogar Querverweise zwischen einzelnen Kategorien ziehst.

 

Ach ja und der wichtigste Tipp für diejenigen die am Computer arbeiten: lernt die Tastaturkürzel des Programms auswendig. Damit geht das Erstellen eines Mindmaps flink von der Hand.

 

Ich muss gestehen, dass diese Methode auch einen Nachteil hat. Ein Mindmap ist eine sehr persönliche Sache. Nur der Autor des Mindmaps wird mit kurzen Begriffen oder Piktogramm etwas anfangen können. Natürlich kannst du diese Methode auch in einer Gruppe verwenden für ein Brainstorming zum Beispiel. Dann wird auch jeder aus der Gruppe etwas mit dem Mindmap Anfang können. Oder wenn du ein Mindmap für jemand anderen erstellst, kannst du Wörter und Begriffe verwenden, die auch diese Person versteht.

 

Hast du noch Tipps zu Mindmaps? Verwendest du diese Methode

 

Nils – Ich habe Zeit für dich

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