Jahresplanung: Machst du diese 8 Fehler?

Jahresplanung: Machst du diese 8 Fehler?

»Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs Neue.

Und war es schlecht, ja dann erst recht.«

Albert Einstein

Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr.

Doch was macht ein Jahr “gut”?

Die meisten Menschen würden wohl antworten “Glück” oder “Gesundheit”, denn ohne körperliches Wohlbefinden ist alles andere wertlos.

Für unsere Gesundheit können wir einiges tun und andere Sachen besser sein lassen. Doch leider gibt uns das keine Garantie auf Gesundheit.

Um am Ende eines Jahres bewerten zu können ob es “gut” war, ist es unerlässlich sich Ziele zu setzen. Nur mit konkreten und messbaren Zielen ist eine ehrliche Bewertung der vergangenen 12 Monate möglich.

Ich zeige dir heute typische Stolpersteine in der Jahresplanung, damit du nicht selber darüber purzeln musst.

1. Keine Jahresplanung machen

Der größte Fehler wäre es ganz auf eine Jahresplanung zu verzichten.

Wer keine Ziele hat, arbeitet für die Ziele anderer. 

Willst du das? Eben!

Nimm dir ausreichend Zeit für deine Planung. Und Wechsel zum Planen deinen Ort. Du musst dazu nicht in ein Hotel gehen. Die Bibliothek in der Nähe oder dein Lieblingscafé genügen vollkommen.

Wichtig ist nur, dass der Abstand dir dabei hilft dein Leben aus einer gewissen Distanz ehrlich zu betrachten. Nimm dir ausreichend Zeit für deine Planung um 12 Monate deines Lebens zu prägen, solltest du dir mindestens 3 Stunden Zeit frei halten.

2. Keine Reflektion

Am Anfang jeder Planung steht der Rückblick.

Was hast du im vergangenen Jahr erreicht?

Was hat (noch) nicht geklappt?

Was hat dich gefreut, was verärgert?

Schaue durch deinen Kalender, dein Tagebuch und auch durch deine Fotos.

Nur mit diesem Hintergrundwissen ist eine sinnvolle und realistische Planung möglich.

3. Nur Ziele setzen

Ziele sind nur die halbe Miete in deiner Jahresplanung.

Stell dir einmal vor du willst als Meer fahren (solltest du direkt am Meer wohnen, willst du in die Berge 😉 ). Du gibst in deinen Navi deinen Zielort ein und der Navi sagt dir nur wie der Ort heißt.

Bei meinen geographischen Kenntnissen bin ich immer wieder froh, dass der Navi nicht nur mein Ziel wiederholt sondern mir den Weg dorthin verrät.

Entscheidend um deine Ziele zu erreichen, sind die Zwischenschritte.

Was kannst du wann für dein Ziel tun?

Wie belohnst du deine Teilerfolge?

Was passiert, wenn du es mal nicht schaffst? (Auch Selbstbestrafung kann ein großer Motivator sein: zum Beispiel könntest du eine festgelegte Summe spenden.)

Nutze auch kleinere Planungszeiträume und lege Ziele für jedes Quartal oder jeden Monat fest.

4. Keine Überraschungen einplanen

»Leben ist das was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.« John Lennon

In den nächsten 365 Tagen wirst du Überraschungen erleben, das ist keine Überraschung.

Lass dich von den unvorhergesehenen Dingen nicht von deinem Plan abbringen, sondern gestalte deinen Plan stattdessen von vornherein flexibel.

Das Leben hält sich nicht an Pläne.

Mein Tipp: Das Leben hat Priorität vor jedem Plan.

5. Die eigene Löffel-Liste ignorieren

Hast du eine Löffel-Liste?

Du weißt gar nicht was das sein soll? An sich ist es eine To-Do-Liste. “Schon wieder? Ich habe doch schon genug zu tun.” denkst du jetzt vielleicht. Aber keine Angst. Eine Löffel-Liste ist eine Liste mit schönen Dingen.

Eine Löffel-Liste ist eine Liste mit Dingen die man tun möchte, bevor man den Löffel abgibt. Ich führe meine Liste gemeinsam mit meiner Frau. Unsere Liste hilft uns dabei, bei allen Planungen, nicht die Dinge zu vergessen die uns im Leben noch wichtig sind.

Plane diese Lebenspläne in deinen Jahresplan mit ein und überlege dir was du davon in den nächsten 12 Monaten umsetzten willst.

6. Nur die Arbeit planen

Das Leben ist so viel mehr als Arbeit. Dennoch planen viele Menschen nur dienstliche Ziele und vergessen dabei die viel wichtigeren Bereiche ihres Lebens.

Plane auch Ziele und Wege dorthin, für deine privaten Wünsche ein.

7. Nichts aufschreiben

Kannst du noch genau sagen, was du dir vor einem Jahr vorgenommen hast?

Ja? Dann hast du es aufgeschrieben. Ansonsten ist deine Erinnerung verschwommen und geprägt von all den Erfahrungen die du seitdem gesammelt hast.

Eine schriftliche Jahresplanung ist verbindlicher und verdoppelt so die Chance auf eine Realisierung. Schau dir deinen Plan regelmäßig an. Hänge ihn dazu entweder an einen Ort wo du immer wieder vorbei kommst. Oder mach den Blick auf deine Planung zum festen Bestandteil deiner Monatsplanung. Lege dir zum Beispiel im Kalender Termine fest zu denen du dir deine Jahresplanung anschaust und überprüfst wie viel du schon geschafft hast.

8. Es geheim halten

Eine Jahresplanung ist etwas sehr intimes. Dennoch solltest du sie jemandem zeigen. Du erzeugst so einen höheren Umsetzungsdruck weil du anderen gegenüber Rechenschaft schuldig bist, wenn du ein Ziel nicht erreichst.

Ich selber teile meine Ziele mit einer kleinen Gruppe online auf einem Trelloboard. (Link: trello.com) Dort hakt jeder von uns seine Jahresziele ab, sobald er sie erreicht hat und bekommt dafür Lob und Anerkennung von den anderen Gruppenmitgliedern.

Auch im Pastoralream kann jeder in einem der ersten Dienstgespräche des Jahres seine drei wichtigsten Jahresziele vorstellen. Diese werden dann im Protokoll festgehalten und am Ende des Jahres überprüft.

Und zu Schluss:

»Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen.« Blaise Pascal

Ich glaube ganz fest daran: Es gibt einen Plan für dein Leben.

Gott ist kein Marionetten-Spieler, der all deine Handlungen steuert.

Doch es gibt einen großen Plan, ein Ziel, für die Welt und ein wichtiger Teil dieses Plans sind Du und Ich.

Das macht eine Jahresplanung nicht obsolet, aber es nimmt mir den Druck alles selber machen zu müssen.

1 Kommentar

  • Hallo Benjamin,

    bei der Suche nach Artikeln rund um die Themen Produktivität, Zeitmanagement & Co. habe ich deinen Blog zufällig entdeckt. Ich muss gestehen: Ich bin kein Gläubiger Mensch, so dass mich das "christliche" in der URL im ersten Schritt abgeschreckt oder sagen wir vllt. eher "irritiert" hat...

    Um es mit den Worten von heftig.co zu sagen ... "Sie dachte es ist ein christlicher Blog, doch als was Sie dann vorfand konnte Sie kaum glauben ..." oder anders: Wow! Danke für deinen tollen Blog und die tollen Artikel. Ich hatte nach wenigen Minuten lesen das Gefühl einen wirklich guten Blog zu den von mir gesuchten Themen gefunden zu haben - wenn nicht sogar mit den Besten was die Themenauswahl, den Schreibstil etc. pp. angeht. Richtig richtig gut. Danke. Jetzt muss ich mir nur einen Plan zurechtlegen, wie und wann ich möglichst viele von deinen Artikeln strukturiert lesen kann =)

    Zu deinem Artikel oben möchte ich noch sagen, dass ich die "Löffel Liste" sehr spannend fand. In der Jugend hatte der ein oder andere ähnliche Listen ala: Dinge die ich tun möchte, bevor ich 30 werde ... Im Endeffekt ist es wichtig sich seine Ziele aufzuschreiben, regelmäßig zu vergegenwärtigen und zu überlegen ob man selbst noch "auf Kurs" ist. "Klarheit" habe ich mir übrigens angesehen, habe bei meinen Recherchen allerdings noch den "weekview compact extended 2017" - Planer gefunden, der mir von der Optik im inneren irgendwie mehr zusagt.

    Liebe Grüße,
    Alina

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