Alltag stressfrei gestalten - ganz entspannt mit diesen Zeitmanagement Tipps

Ich habe mich so darauf gefreut endlich eine neue Folge fĂŒr dich aufnehmen zu können und ich freue mich ganz besonders, dass ich das gerade hier im Garten machen kann und einfach mit meinem Mikrofon gemĂŒtlich im Stuhl rumlĂŒmmele, vor mir meine Notizen zu der Folge in Mindmeister. Ich hoffe, dass ich jetzt 1, 2, vielleicht auch 3 Folgen hintereinander, die ich vorbereitet habe, aufnehmen kann und das bei herrlichem Wetter.

Heute Morgen war ich mit den Kindern und meiner Frau mit einer WaldpĂ€dagogin unterwegs unten im Wald und wir haben ganz tolle Sachen entdeckt. Wir haben geguckt, wie weit die Natur ist. Im Wald war es auf jeden Fall herrlich, einfach die Natur erleben mit den Kindern und zu gucken, wie fĂŒhlt sich was an, was ist da alles. Ich glaube, viele Familien gehen einfach viel zu wenig in den Wald und mein Appell an der Stelle, geh mal wieder einfach raus und Kinder brauchen gar nicht viel Spielzeug oder sonstige Sachen, sondern einfach das Kreative gemeinsam mit den Eltern in der Natur. 

Lass uns aber jetzt bitte zum Thema kommen, und zwar Alltag stressfrei gestalten, ganz entspannt mit diesen Tipps. Ach, wĂ€re das schön, wenn der Alltag immer so entspannt ist, ne. Also man sagt ja immer, es gibt das Wochenende und alle wĂŒnschen sich ein schönes Wochenende und dann kommt wieder der graue Alltag, das Stressige, das Negative, das Anstrengende. Ich habe immer das GefĂŒhl, die Leute unterteilen in 5 Tage dummer Alltag und zwei Tage Sau raus am Wochenende. Ich halte das fĂŒr falsch. 

Ich möchte gerne in der heutigen Folge ein paar Tipps geben, damit dein Alltag entspannter und schöner werden kann. Ich habe das aufgeteilt in 4 Kategorien, wobei die ersten 3 allgemeingĂŒltig sind und der 4. Abschnitt dann ein paar Tipps am Ende hat explizit fĂŒr dich als Vater oder Mutter, womit auch dein Alltag trotz Familie noch deutlich entspannter sein kann und womit ich einfach super gute Erfahrungen gemacht habe. Lass uns aber direkt anfangen. 

Kategorie 1 - Tankstellen

Um entspannter im Alltag zu sein, ist es wichtig regelmĂ€ĂŸig zu tanken. Nee, nicht dein Auto aufzutanken, sondern regelmĂ€ĂŸig Energie aufzutanken. Unser Auto hat eine Anzeige, die zeigt uns an, wenn es Zeit ist den Tank wieder aufzufĂŒllen, bei uns selber ist das leider nicht so. Wir merken es oft erst, wenn es zu spĂ€t ist, wir schon anfangen zu krĂ€nkeln oder total mĂŒde umfallen. Ich habe das mal unterteilt, diese Tankstellen in wiederum 3 Tankstellen, und zwar in große Tankstellen, mittlere Tankstellen und kleine Tankstellen. 

Große Tankstellen, das sind fĂŒr mich Sachen wie in den Urlaub fahren, also richtig weg vom Alltag, etwas ganz Neues erleben, am besten auch alle Kontakte nach Hause abstellen, das Handy weitgehend zur Seite legen und fĂŒr niemanden da zu sein. Es kann aber auch eine große Tankstelle sein zu sagen, ich schaffe mir oder uns als Familie ein ganzes Wochenende ohne Termine, ohne einen festen Plan, ohne wir mĂŒssen erst dahin, dann dahin und dann mĂŒssen wir schon gucken, dass wir wieder rechtzeitig aufbrechen, sondern einfach Zeit zu haben. Nach dem FrĂŒhstĂŒck einfach gemeinsam zu ĂŒberlegen, worauf haben wir denn heute Lust? Das kann so eine ganz große Tankstelle sein zu sagen, ein Wochenende ohne Termine, wie so ein kleiner Kurzurlaub zu Hause quasi und auch ein Urlaub von allen Verpflichtungen. 

Dann sind mir so ein paar mittlere Tankstellen eingefallen. Das kann sein, abends mal in die Sauna zu fahren oder mit Freunden essen zu gehen, als Paar ins Kino zu gehen oder vielleicht auch alleine mal so essen zu gehen. Also da gibt's ganz tolle Möglichkeiten fĂŒr so kleine Tankstellen alleine oder als Paar oder auch als Familie im Alltag, also mittlere Tankstellen. 

Die kleinen kommen jetzt. Kleine Tankstellen sind fĂŒr mich sowas wie SpaziergĂ€nge nach dem Essen. Einfach nach jeder Mahlzeit 5 bis 10 Minuten um den Block laufen, dann bekommst du neue frische Luft, du bekommst Sonnenlicht, du bekommst natĂŒrlich auch mal Regen oder Hagel ab, aber dir so etwas zur Angewohnheit zu machen, um einfach direkt nach dem Essen, was ja sehr anstrengend fĂŒr den Körper ist, wieder Energie aufzutanken. 

Es kann aber auch sein, dass du sagst, ich möchte gerne bewusst und genug trinken. Also ich rede jetzt nicht davon Alkohol, als Entspannungspause zu nehmen, das ist manchmal ganz verlockend, aber dann ist es eigentlich schon zu spĂ€t. Es kann auch mal schön sein, ich will das gar nicht verteufeln, ich bin da auch nicht abgeneigt. Mir geht es jetzt aber darum einfach FlĂŒssigkeit aufzunehmen. Das ist das, was ich selber immer wieder vergessen habe, dass mein Körper ja nicht nur was zu essen braucht und frische Luft und auch mal ein bisschen Bewegung, sondern dass ich einfach auch FlĂŒssigkeit brauche. Und ich habe das fĂŒr mich damit gelöst, dass ich mir auf dem Schreibtisch eine Flasche Wasser hingestellt habe, das ist so eine Spezialflasche, die in der Mitte einen Filter hat, wo ich dann immer irgendwelche Sachen von Obst oder GemĂŒse reintun kann, die dem Wasser so ein bisschen Geschmack geben und diese Flasche muss halt auf jeden Fall leergetrunken sein, solange ich am Schreibtisch bin. Ich mache das inzwischen auch ganz gerne, dass ich mir auch in Webinare oder in die Einzel-Online-Trainings, die ich halt gebe, was zu trinken mitnehme, tagsĂŒber mal einen Kaffee, mal einen Tee, wenn man sich abends trifft, auch mal ein Glas Wein, und das einfach zur Angewohnheit zu machen und immer was zu trinken bei der Arbeit dabei zu haben. 

Eine kleine Tankstelle ist fĂŒr mich aber auch sowas wie einfach mal aus dem Fenster schauen oder sich ich in den Garten zu setzen und nichts zu tun und einfach wie jetzt gerade, wenn ich nach oben schaue, zieht so ein kleines weißes Wölkchen ĂŒber den blauen Himmel und das zu genießen, vielleicht auf wie frĂŒher mal zu gucken, was sind das fĂŒr Figuren, die ich darin entdecke, und so kleine Auszeiten sich zu nehmen. Ähnlich, aber nicht das Gleiche, also Meditation ist ja immerhin besser als nur dasitzen und nichts tun, habe ich mal gelesen, fand ich sehr sĂŒĂŸ. Aber tatsĂ€chlich auch Meditationen können so kleine Tankstellen am Tag sein. Ich mache das inzwischen regelmĂ€ĂŸig tĂ€glich 7 Minuten. DafĂŒr nutze ich die App 7Mind. Die kann ich dir wirklich empfehlen, weil das so gefĂŒhrte Meditationen zu allen möglichen Themen sind. Und das ist gerade am Anfang glaube ich einfacher, als sich alleine hinzusetzen und nur versuchen auf seinen Atem zu achten, weil dann natĂŒrlich ganz viele Gedanken doch deine Konzentration wieder fesseln.

Was ich auch sehr gerne als kleine Tankstelle mache, ist Kaffeetrinken, und zwar auswĂ€rts entweder mit einer Zeitung oder dass ich so ein bisschen Social Media bearbeite, aber bewusst mir dafĂŒr einen anderen Rahmen nehme. Meine Schwiegermutter sagt immer, sie macht das total gerne, sie sitzt gerne in einem CafĂ©, trinkt was Gutes, isst vielleicht auch was Schönes dazu und beobachtet Menschen. Und auch das kann eine Form von meditativem Verhalten sein, auf jeden Fall ist es eine Pause, weil du, wenn du ĂŒber andere nachdenkst, aufhörst nur immer um dich zu kreisen und deine eigenen Dinge, die dich beschĂ€ftigen. Vor allem, wenn du draußen einen Kaffee trinken gehst, bist du einfach mal raus, du bist nicht erreichbar und du bist auch nicht direkt immer bei deinen Kindern, die die ganze Zeit irgendwas wollen oder Mama, Mama, Mama oder Papa, Papa. 

Einfach gucken, wo kannst du solche großen Tankstellen in deinem Jahr wirklich Vorplanen, wo kannst du mittlere Tankstellen, vielleicht noch ein oder zwei, diesen Monat einbauen und wo kannst du kleine Tankstellen in deinen Alltag integrieren, die du wirklich regelmĂ€ĂŸig dann machst. Dann wird der Alltag schon um einiges stressfreier. 

Kategorie 2 - EnergierÀuber eliminieren

Sie lauern an jeder Ecke, all die Dinge, die unsere Aufmerksamkeit und Energie fordern und die uns ablenken wollen von dem, was gerade wirklich wichtig ist. Das fĂ€ngt an mit den Benachrichtigungstönen im Computer und natĂŒrlich auch im Smartphone. Ja, es ist total schön, dass wir immer ĂŒberall erreichbar sein können und es ist noch schöner, dass wir alle anderen immer erreichen können, aber es raubt uns auch so viel Fokus und Zeit. 

Ist vielleicht ganz spannend, wenn du das mal ĂŒberprĂŒfst, es gibt 2 Möglichkeiten mal zu gucken, wie viel Zeit du eigentlich an deinem Smartphone verbringst, und zwar ist das zum einen die App RescueTime, die gibt's auch fĂŒr den Computer, also rette Zeit. Da kannst du so eine Auswertung dir angucken, wofĂŒr du wie viel Zeit verwendet hast. Beim iPhone gibt's das inzwischen ja auch vorinstalliert mit dem Bildschirm-Zeit, das findest du in den Einstellungen. Da kannst du mal auswerten, wie viele Stunden im Schnitt du am Tag dein Handy benutzt. Und dann ist auch aufgeschlĂŒsselt, fĂŒr was du diese Zeit benutzt, also wie viel davon ist Social Media, wie viel davon ist wirklich produktive Arbeit, wie viel davon ist Internet. Das ist auf jeden Fall cool sich mal anzuschauen und zu gucken, inwieweit ist mein Smartphone noch ein Arbeitsmittel, was mir hilft Zeit zu sparen, keine Frage, das kann es, und inwieweit ist es aber auch so eine Fokus-Vernichtungsmaschine, die mich nur ablenkt und mir Zeit raubt. 

Ich habe mir dafĂŒr irgendwann auch mal klare Regeln gesetzt, dass ich zum Beispiel sage, Social Media, das ist Klo-Sache. Also immer, wenn ich auf dem Klöchen bin, auf meinem Thron, dann mache ich Social Media und ansonsten versuche ich das ziemlich einzudĂ€mmen. Ich sage mal so Zeiten, wo ich echt nichts anderes mache wie Wartezimmer beim Arzt oder Ă€hnliches. Dann eben solche Fokuszeiten auch einzurichten, also Zeiten, wo alle GerĂ€te aus sind, die ganz ohne Ablenkung sind, wo du mit Kollegen und Familie kommunizierst. Das heißt, ich arbeite jetzt konzentriert an einer Sache bis dann und dann, bitte lasst mich alle bis dahin in Ruhe. Das bringt extrem viel Ruhe in den Alltag. 

Aber es gibt diese Menschen, die EnergierĂ€uber sind und dir fallen wahrscheinlich gerade schon etliche auch in deinem Leben, in deinem Alltag ein, die einfach immer Energie ziehen. Ich tue mir deshalb so schwer, weil eine gute Beziehung besteht natĂŒrlich daraus, dass man Energie gibt in eine Beziehung und auch Energie bekommt, und das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, aber es gibt eben auch diese Menschen in unserem Umfeld, die immer nur Energie rauben, die nur von sich erzĂ€hlen, die nur was wollen, die immer lĂ€nger reden als es einem eigentlich lieb ist. Und da kann ich nur dazu raten diese Beziehungen zu beenden. Das muss man ja nicht so radikal machen, indem man das dann auch kommuniziert, aber manches lĂ€sst sich ja auch einfach ausschleichen. Wobei ich tatsĂ€chlich die erste Version ehrlicher finde, zu sagen, fĂŒr mich passt das nicht mehr oder mir ist es auch zu viel. Es muss ja nicht ein komplettes Ende sein, man kann ja mal sagen, nee, können wir das bitte minimieren. 

Dann gibt es einen EnergierĂ€uber, den viele von uns nutzen, weil sie gerade meinen, ich brauche das zum Erholen, und zwar ist das der Fernseher. Ja, ich gucke gerne fern, aber ich gucke inzwischen gerne bewusst Fernsehen. FrĂŒher habe ich einfach dumm rumgezappt, habe dann noch Zeit verloren, weil andauernd Werbung lief. Inzwischen habe ich mich einfach fĂŒr zwei Streaming-Dienste entschieden und angemeldet, sodass ich da immer auch was neues Interessantes finde, was ich gerne gucken möchte, und das gucke ich dann auch ganz bewusst und sag mir auch vorher, ich möchte jetzt so und so lange gucken oder spĂ€testens dann und dann mache ich aus und beginne mich fĂŒr die Nacht fertigzumachen. 

Und einen EnergierĂ€uber möchte ich an der Stelle auf jeden Fall noch nennen, es gibt noch wahrscheinlich etliche mehr und du solltest gleich mal nach der Folge ĂŒberlegen, was sind das fĂŒr Dinge in deinem Leben noch, die dir einfallen, die ich vielleicht gar nicht hatte. Kannst du mir auch gerne noch schreiben, aber eins möchte ich noch nennen, und zwar ist das E-Mail und WhatsApp Ping Pong. Also dieses immer Hin- und Herschreiben hast du da. „Ach, ich wĂŒrde mich gerne mit dir treffen, oh, ja super, wann passt es dir denn? Ja, ich kann am Dienstag, Mhm (bejahend), Dienstag ist toll. Um wie viel Uhr sollen wir uns denn treffen? Sollen wir denn was essen gehen oder sollen wir ins Kino? Ach, Kino ist gut, was lĂ€uft denn gerade? Ja, ich wĂŒrde mich da und dafĂŒr interessieren. Welche Filme möchtest du denn gerne gucken?“ Und das alles wird hin- und hergeschrieben. Und leider nicht fließend hintereinander weg, sondern ĂŒber ewige Zeiten, weil der andere dann eben nicht so schnell antwortet, es nicht direkt liest, manchmal muss man nochmal nachfragen und sagen „Hör mal, hast du das nicht bekommen? Warum antwortest du mir nicht? Ich brauche das jetzt mal fĂŒr die Planung.“. Und das ist mein Tipp, wechsele das Medium, hör auf, solche Sachen per WhatsApp oder E-Mail zu klĂ€ren und greife zum Telefon. Ja, auch mit deinem Smartphone kannst du ja telefonieren, das vergessen ganz viele. Einfach mal zum Smartphone oder so zu Hause noch zum Festnetz greifen, jemand anrufen und ruckzuck sind diese Sachen geklĂ€rt und du hast nicht nur Zeit, sondern auch viel Nerven und Energie gespart. 

Kategorie 3 - Routinen 

Bei den Routinen ist es wie immer ganz wichtig, das wirst du schon wahrscheinlich auch wissen, dass man eine feste Morgen- und eine feste Abendroutine hat. Also eigentlich hat die jeder Mensch, so sind wir Menschen auch gestrickt, aber es gibt halt gute Routinen und es gibt weniger gute oder sogar schlechte Routinen. Das ist sehr individuell. 

Ich kann dir nicht sagen, was eine gute Routine fĂŒr dich ist. Ich könnte jetzt detailliert erzĂ€hlen, wie meine Routine morgens aussieht, aber auch das hilft dir ja nicht wirklich, und deswegen habe ich mal ein Buch dazu geschrieben, was ich auch verlinken kann. Und zwar ein Buch zu Morgenroutinen, und da gibt's eine allgemeine Einleitung, wie kann ich Routinen in mein Leben integrieren. Dann aber auch eben ganz, ganz viele VorschlĂ€ge, wie kann so eine Morgen- und sogar auch so eine Abendroutine aussehen und was kann ich da alles in mein Leben integrieren? Ist dann wie so ein Baukasten und du nimmst dir dann die VorschlĂ€ge, die dir gefallen, raus und baust daraus deine ganz individuelle Routine. 

Und in der Abendroutine ist es mir immer ganz wichtig, dass da AufrĂ€umen integriert ist, also dass man nicht erst wartet, bis so eine Riesen-AufrĂ€umaktion ansteht, sondern dass du kleine Aktionen jeden Tag machst und jeden Abend eben 5 bis 10 Minuten noch mal eben durch Wohnung oder Haus lĂ€ufst und die Sachen wegrĂ€umst. Und dann kann man abends natĂŒrlich super auch schon die Fokusaufgaben fĂŒr den nĂ€chsten Tag festlegen und sagen, aus meiner Wochenplanung basierend auf meinen Zielen, welche 2 oder 3 Aufgaben sind morgen die, um die ich mich mit höchster PrioritĂ€t kĂŒmmern möchte. Das kann man auch noch mal ganz individuell gerne mit mir machen. DafĂŒr mĂŒsstest du dann bei mir ein Training kaufen. Wenn du daran Interesse hast und sagst, ich wĂŒrde gerne an meinen Routinen oder an irgendeinem anderen Zeitmanagement-Training individuell mit dir arbeiten, Benjamin, dann schreib mir eine E-Mail an training@benjaminfloer.com und dann können wir da die Details miteinander klĂ€ren und gucken, ob und wie wir zusammenkommen und ich dir dann entsprechend helfen kann. 

Beim AufrĂ€umen gibt's auch noch mal zig Tipps und ich glaube, da leiten wir langsam ĂŒber in das, was sich alle Eltern fragen, wie kann ich das ein bisschen entspannter gestalten? Ich habe mal den schönen Satz gelesen, AufrĂ€umen mit Kindern im Haus ist wie ZĂ€hneputzen mit Nutella im Mund. Ja, da ist sehr viel dran. Ist bei uns aber auch. Meine Mutter hat immer diese schöne Redewendung: jedes Ding an seinen Ort und wenn man sucht, dann ist es fort.

 Jetzt fiel mir bei der Vorbereitung auf diese Folge auf, dass der Originalspruch möglicherweise ja auch heißt, jedes Ding an seinen Ort und wenn man es sucht, dann ist es dort. Ja, ich habe das jetzt nicht nĂ€her nachverfolgt, aber ich glaube, dass das ganz wichtig ist, dass wirklich alle Sachen einen festen Platz haben. Das ist das A und O beim AufrĂ€umen und beim Ordnung halten, weil wo willst du es denn sonst hinrĂ€umen, und dass alle diese PlĂ€tze kennen, die in deiner Familie wohnen. Was wir dann gemacht haben, ist, wir haben ein Haus ĂŒber mehrere Etagen und ich habe keine Lust fĂŒr jedes einzelne Teil, was ich irgendwie wegrĂ€umen will, quer durchs Haus zu rennen beziehungsweise auf und ab durchs Haus zu rennen, und deswegen haben wir Körbe auf die Treppen gestellt und da legen wir alles rein, was die Etage wechseln muss, und jeder von uns nimmt dann immer etwas mit, was nach oben kommt. Das funktioniert mehr oder weniger gut. 

Es gibt natĂŒrlich auch noch die Möglichkeit, das habe ich letztens bei jemandem gesehen, die haben fĂŒr jeden in der Familie einen eigenen Korb auf der Treppe stehen und wenn der Korb zu lange nicht geleert wird, werden die Sachen weggeschmissen. Sehr radikal, aber wahrscheinlich auch sehr, sehr wirkungsvoll. Es gibt auch so spezielle Treppenkörbe. Da ist dann in dem Korb so eine Stufe drinnen, das sieht dann auch noch ganz schick aus. 

AufrĂ€umen ist mir auch immer wichtig, Schreibtisch genauso wie KĂŒchenarbeitstische, die sind, wenn man aufhört zu arbeiten, einfach leer und frei, weil ich habe den Tisch genauso wie eine Anrichte ja dafĂŒr, dass ich dann da drauf arbeiten kann und nicht da irgendwas lagern kann. DafĂŒr gibt's dann eben Regale und SchrĂ€nke. 

Was kann ich noch ergĂ€nzen? Ach so ja, die 2-Minuten-Regel ist mir ganz wichtig. Habe ich schon einige Male erwĂ€hnt. Alles, was weniger als 2 Minuten dauert, setze ich sofort um. Das heißt, wenn ich irgendwas gleich im Haus oder im Garten sehe, wo ich denke, ups, das muss aber noch gemacht werden, schreibe ich mir das entweder auf in meine To-Do-Liste und plane das ein fĂŒr die Woche, wenn es was GrĂ¶ĂŸeres ist, oder eben, wenn es weniger als 2 Minuten dauert, erledige ich es sofort, weil ein vernĂŒnftiges Aufschreiben und Planen dauert dann schon so lange, dass ich denke, na, in der Zeit hast du es ja fast schon erledigt. Genau. 

Bei den Routinen ist noch als letztes wichtig, du musst natĂŒrlich regelmĂ€ĂŸige Pausen machen, da schließt sich der Kreis wieder zum ersten Thema. Damit das routiniert wird, wĂŒrde ich dafĂŒr einen Timer stellen, einfach einen Wecker auf dem Handy oder eine App herunterladen fĂŒr die Pomodoro-Methode, also die italienische Tomate. Ist benannt nach einem KĂŒchenwecker in Tomatenform, wo es darum geht, dass du immer 25 Minuten arbeitest und dann 5 Minuten Pause machst. 

Kategorie 4 - Spezial-Tipps fĂŒr Eltern

Der erste ist, einmal kochen, zweimal essen. Kochen braucht unglaublich viel Zeit, zumindest, wenn du frisch kochen möchtest. Wenn du Kinder hast, kann ich dazu ja nur raten, gesund zu kochen, Lebensmittel abzuwechseln. Es gibt auch viele GemĂŒserezepte, die Kinder gerne essen, wenn man sie entsprechend aufbereitet und verkauft. Aber ich find's total praktisch zu sagen, wir kochen einfach grĂ¶ĂŸere Mengen, das kostet nicht mehr Zeit und dann kann man mehrere Tage davon essen. Das kann man in der Woche ja versetzt machen. Den einen Tag das, den anderen das, dann wieder das erste. Oder eben immer jeweils zwei, die zweite oder vielleicht sogar noch eine dritte Portion einfrieren und dann rausholen in Zeiten, wo es mal stressiger ist. 

Dann etwas, was ich hier im Interview vorgestellt habe und was sich echt bewĂ€hrt hat, ist von easyfaM das Taskboard, wo fĂŒr die gesamte Familie, es gibt so einen Aufgabenpool, der jede Woche erledigt werden muss, natĂŒrlich sind das viel mehr Aufgaben, die die Eltern dann sowieso schon machen, aber es hilft, dass Kinder sich daran gewöhnen, dass sie mithelfen mĂŒssen. Da hat man halt so viele Aufgaben drauf hĂ€ngen wie Familienmitglieder mal 3 und jeder muss dann eben wĂ€hrend der Woche 3 Aufgaben erledigen und die dann entsprechend an sein Board hĂ€ngen, dass man sieht, ah, der hat das und das schon gemacht. Kann ich dir nur empfehlen das Taskboard von easyfaM. 

Dann gibt es noch eine App, die ist mein absoluter Liebling, und zwar heißt sie Lickety Split. Lickety Split beinhaltet mehrere Timer und dann gibt’s einen Timer zum Beispiel, um sich fertigzumachen, wenn man wohin fahren möchte, oder einen Timer, um sich abends umzuziehen fĂŒrs Bett, einen Timer zum AufrĂ€umen. Dann startet man diesen entsprechenden Timer in der App und es kommt eine Durchsage, so eine Stimme, die sagt dann „Schaffst du es, dein Zimmer aufzurĂ€umen?“ bevor du Quak-Quak hörst. Dieses Quak-Quak ist eine Ente, die am Ende dann reingelatscht kommt, wenn die Zeit abgelaufen ist und die eben quakt. Wenn man aber vorher drĂŒckt auf „Geschafft“, braust ein großer Jubel auf und dieser Sanduhr, die da durchgelaufen ist, hat irgendwas Lustiges noch in der Hand oder ein PapphĂŒtchen auf oder so und die Kinder freuen sich total das zu sehen. Macht richtig Spaß und erleichtert echt den Alltag ungemein, diese kleine tolle App. Ich sage immer, es ist meine Fernbedienung fĂŒr die Kinder. Es darf nicht nur damit laufen, das ist klar, aber wenn es mal ĂŒberhaupt nicht lĂ€uft, dann mache ich den Timer an und dann funktioniert sowohl das Anziehen, das Umziehen, das AufrĂ€umen und so weiter und so fort. 

Ein letzter Tipp, der den Alltag entspannter machen kann, ist, Dinge so wie sie gemacht werden sollen von den Kindern, einmal zu machen, zu fotografieren, das Bild dann eben zu drucken, zu laminieren und aufzuhĂ€ngen. Also um mal ein Beispiel zu nehmen, wie soll eine Schwimmtasche gepackt sein? Schwimmsachen packen, alles aufs Bett legen, Foto machen, ausdrucken, laminieren, aufhĂ€ngen. Ab dem Moment können die Kinder selber die Schwimmtasche nach Anleitung dieses Bildes packen. Das funktioniert natĂŒrlich auch mit vielen anderen Dingen wie die Schultasche, wie ein Tisch gedeckt werden soll und so weiter. Da ist ja deiner KreativitĂ€t keine Grenze gesetzt, aber da auch einfach zu sagen, ja, ich möchte meinen Alltag auch dadurch entlasten, dass ich Kinder altersgemĂ€ĂŸ einbinde, und dass sie das, was sie schon können, auch mittun und von Anfang an lernen, auch ich habe die Aufgabe hier mitzuwirken, wenn ich hier mit lebe. 

Mein Sohn hat heute Morgen noch gesagt, nee, ich habe keine Lust dazu und dann haben wir immer aufgezĂ€hlt, wozu wir alles eigentlich dann heute vielleicht auch keine Lust haben und plötzlich war er sehr motiviert und dann doch mitzumachen, weil er gemerkt hat, dass wir natĂŒrlich auch jede Menge tun, was ihm zugutekommt. 

Ja, das war so ein buntes Potpourri jetzt. Ganz, ganz viele Ideen, die mir spontan gekommen sind in Vorbereitung auf diese Folge, wie du entspannter in deinem Alltag leben sollst. 

Wenn du mir einen Riesengefallen zum Abschluss tun möchtest, ich habe da lange nicht mehr drum gebeten, aber dann gehe doch gleich mal zu iTunes und bewerte meinen Podcast. Wenn du das nicht weißt, wie das gehen sollte, ist ein bisschen kompliziert, aber du findest eine Anleitung auf benjaminfloer.com/bewerten und da ist das Ganze dann in Videos ganz einfach erklĂ€rt. Wenn du dir die 2 Minuten Zeit nimmst mir zu helfen diesen Podcast bekannter zu machen, vielen herzlichen Dank dafĂŒr. 

Dann wĂŒnsche ich dir eine schöne Zeit und sage, mach's gut bis zum nĂ€chsten Mal. 

Ciao, ciao!
Dein Benjamin Floer.

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