Was du aus der Bibel über Zeitmanagement lernen kannst

Was du aus der Bibel über Zeitmanagement lernen kannst

Viele Bücher zum Thema Zeitmanagement werden als die Bibel des Zeitmanagements gehandelt. Ich möchte heute einen anderen Weg gehen und sehen welche Zeitmanagement Tipps sich aus der Bibel gewinnen lassen.

In der Bibel gibt es deutlich mehr Tipps rund um das Zeitmanagement, als ich zuerst gedacht habe.

Die interessantesten Stellen möchte ich in diesem Artikel vorstellen

Hiob 5,8

“Ich aber, ich würde Gott befragen und Gott meine Sache vorlegen, der Großes und Unergründliches tut, Wunder, die niemand zählen kann.”

Ebenso wie Hiob haben wir immer wieder in unserem Leben Erfahrung des Scheiterns, wir fühlen uns verloren und verlassen. Wir können nun verschiedene Auswege daraus suchen. Wir können nach Lösungen googeln, Prioritätenlisten erstellen oder andere nach Rat fragen.

Auch Hiob hat zunächst seine Freunde nach Rat gefragt, doch die Antworten halfen ihm nicht weiter. Erst als er sein Leid und seine Anklage vor Gott hält bekommt er Antwort. Auch wir sind dazu eingeladen unser Leben und unsere Probleme Gott hinzuhalten. In den meisten Fällen wird er dieser Probleme nicht für uns lösen. Aber er gibt uns Mut und Kraft im Rahmen dieser Welt weiterzumachen und nicht zu zerbrechen.

Mt 25,23

“Sein Herr sprach zu ihm: Sehr gut, Herr du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!”

Unser Leben ist Geschenk Gottes. Die Zeit die uns zur Verfügung steht haben wir nicht selbst gemacht sondern sie ist ein Segen und Geschenk. Mit diesen Segen ist jedoch immer ein Auftrag verbunden unsere Zeit nicht nur für uns selbst sondern auch für andere einzusetzen. Das muss nicht im Hauptberuf sein, das muss auch kein Hobby sein, aber an einen jeden von uns ist der Appell gerichtet auch für andere da zu sein und einen Teil der uns geschenkten Zeit darauf zu verwenden.

Gen 1,3-5

“Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.”

Eines der ersten Dinge, die Gott geschaffen hat, ist der Tag. Die Maßeinheit Tag wurde zur Basis aller anderen Maßeinheiten, in denen wir Zeit messen. Doch Gott hat weder den Kalender noch die Uhr geschaffen. Der Tag als Maßeinheit war ihm wichtig um von Anfang an den Sabbat einzusetzen. Gott ruhte am siebten Schöpfungstag. So sind auch wir eingeladen einen Tag in der Woche zu ruhen.

Die zehn Gebote finden sich bei allen orientalischen Völkern in ähnlicher Form wie im Judentum und Christentum. Das Sabbatsgebot stellt eine Ausnahme dar. Es ist nur im Judentum zu finden und war eine unglaubliche soziale Errungenschaft. Wenn man so sagen möchte, hat Gott den ersten Urlaub überhaupt geschaffen, und das gleich 50 mal im Jahr.

Die Einhaltung des Ruhetages bricht in unserer Gesellschaft zunehmend weg und es gibt immer mehr so genannte verkaufsoffene Sonntage. Immer wieder sagen mir Menschen: Aber sie arbeiten doch auch sonntags. Die schönste Antwort darauf hat mein Heimatpfarrer einmal gegeben. Er hat gesagt: „Ich arbeite nicht ich feiere Messe mit meiner Gemeinde.“

Ein arbeitsfreier Tag pro Woche ist keine Erfindung der Gewerkschaften sondern eine Einrichtung Gottes. Wie ernst nimmst du den freien Tag? Ich glaube, dass es wichtig ist, sich einen Tag in der Woche, das kann bei uns auch der Montag sein, freizuhalten um sich zu erholen und Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen.

Auch über die Zusammenarbeit in einem Team sagt die Bibel etwas. Jesus hat seine Jünger nie alleine auf den Weg geschickt, sondern immer mindestens zu zweit. In Ausnahmefällen schickte er einen Engel mit sowie bei der Wüstenwanderung von Tobias und Elias. Auch Paulus geht nie alleine auf seine Reisen.

Dabei geht es weniger um eine Arbeitsverteilung auf mehrere Schultern, sondern um die Möglichkeit eines qualitativen Feedbacks. Einer spricht, einer hört zu und gibt Feedback. Sich in seiner Arbeit immer wieder korrigieren zu lassen ist eine wichtige Basis für ein gutes Ergebnis.

Prediger/Kohelet 3

“Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;

pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;

herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;

behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;

zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit;

schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;

lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;

Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.

Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.”

 

Ein jegliches hat seine Zeit, es ist wichtig darauf zu achten welche Zeit jetzt ist.

Es kann nicht immer die Zeit zum Arbeiten sein. Manchmal ist einfach Zeit zum Feiern oder um mit den Kindern zu spielen.

Es ist wichtig diese Zeiten zu unterscheiden, so dass alles und jeder zu seinem Recht kommt.

Besonders interessant finde ich Vers zwölf, der dazu auffordert fröhlich zu sein und unserem Leben gütlich zu tun. Wer so lebt, der ist eine Gabe Gottes.

 

Lese auch den Artikel “Die Burnout-Erfahrung des Propheten Elija (1 Könige 19)”

von Till Magnus Steiner auf dei-verbum.de

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