Für andere da sein – ohne sich selbst zu opfern

Für andere da sein – ohne sich selbst zu opfern

Gönne dich dir selbst

Ich sage nicht tue das immer.

Ich sage nicht tue das oft.

Aber ich sage: Tue es wieder einmal.

Sei wie für alle anderenauch für dich selber da.

(Brief Bernhard von Clairvaux an Papst Eugen III.)

 

In den letzten Jahren musste ich oft für andere da sein.
Ich rede dabei nicht von meinem Beruf, sondern von Menschen, denen es in meinem privaten Umfeld nicht gut ging und geht.

Ich mache das gerne, weil ich diese Menschen alle liebe. Dabei habe ich jedoch etwas ganz wichtiges vergessen:

Mich!

Ich war wie eine Kerze, die, wenn sie brennt, Wärme, Licht und Atmosphäre spendet. Das Licht der Kerze wird gespeist vom Wachs der Bienen. Dabei verzehrt die Kerze sich selbst. Ihre Energie wird umgewandelt und geht für sie selbst verloren.

Mit diesem Bild warnte mich schon vor längerer Zeit eine Kollegin. Ich habe dann damit begonnen nach meinen ganz persönlichen Kraftquellen zu suchen, nach Dingen, die mich wieder aufbauen.

Wo sind deine Kraftquellen?
Wie kannst du für andere da sein?

Zum Tanken musst du deine Fahrt unterbrechen und dir eine Pause gönnen. Mehr zum Thema Pausen machen gibt es hier.

Wichtig sind die kleinen Tankstellen in deinem Alltag. Diese sind vergleichbar mit den innerstädtischen Tankstellen, an denen du in deinem Alltag ganz automatisch regelmäßig vorbei kommst. Sie laden dich mit ihrer Neonwerbung zum Anhalten ein und ab und zu musst du dort halten um beweglich zu bleiben.

Diese Tankstellen im Alltag sind zum Beispiel: Routinen, Gebet, Meditation, ein gutes Buch, etwas leckeres zu essen und ein schönes Gespräch.

Auf den Autobahnen bei einer Fernreise werden die Tankstellen seltener. So ist es auch, wenn du an einem großen Projekt arbeitest. Doch auch dort ist irgendwann der Tank leer. An jeder Tankstelle steht ein Schild wie weit es bis zur nächsten Möglichkeit ist. Der Fahrer muss dann beurteilen ob er diese Strecke mit der aktuellen Tankfüllung noch schaffen kann.

Solche Tankstellen an der Autobahn des Lebens können Urlaube, freie Wochenenden oder auch Abende mit Familie oder Freunden sein.

Leider leuchtet in unserem Alltag keine Neonwerbung auf und es gibt auch keine Hinweisschilder wie weit es bis zur nächsten Tankmöglichkeit ist.
Du musst selber entscheiden wann du tanken musst um dauerhaft Energie zu haben.

Sicher, für andere da sein

Die sicherste und gesündeste Richtlinie ist:
Nutze jede Chance dich zu erholen und dir etwas Gutes zu tun!

In einer meiner Lieblingsbibelstellen heißt es “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.”
Was wir oft übersehen ist das dreifache Liebesgebot in diesem Text:
Gottesliebe
Nächstenliebe
Selbst-liebe

Ohne Eigenliebe fehlt dir dauerhaft die Kraft zur Gottes- und auch zur Nächstenliebe.

Und ganz wichtig: Rechtfertige dich niemals dafür, dass du dir selbst etwas Gutes tust.

Gönne dich dir selbst!

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