Weniger arbeiten – so einfach ist es

“Ich muss ins Bett. Morgen muss ich wieder arbeiten.”

“Ich nicht, morgen ist Montag.”

Diesen Spruch kann ich mir  sonntagabends oft nicht verkneifen. Denn montags ist mein freier Tag.

Doch auch sonst stellt sich die Frage:

Warum “musst” du arbeiten?

“Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.” – Konfuzius

Ein befreundeter Pfarrer sagte einmal auf die kritische Anfrage, dass er doch selber sonntags arbeiten würde:
“Ich arbeite nicht, ich feiere mit meiner Gemeinde.”

Ist das nicht toll, wenn man so in seiner Aufgabe, in seinem Job, in seiner Berufung aufgeht?

OK. OK. Ich gebe es ja zu:

Auch mir macht die Arbeit nicht immer Spaß.
Auch ich denke manchmal “jetzt muss ich arbeiten”.

Doch ich bin froh, dass dies die Ausnahme ist. Wenn du regelmäßig keine Lust zum arbeiten hast, ist der letzte Tipp in meiner Liste bestimmt der Beste für dich.

Ich schreibe in diesem Blog in erster Linie für Seelsorger. Also Menschen, die tendenziell alle zu viel arbeiten.
Doch auch wenn du einen anderen Beruf hast, kannst du sicherlich den einen oder anderen Tipp gebrauchen oder auf deine Bedürfnisse anpassen.

Die nachfolgenden Tipps sollen dir dabei helfen deine Arbeit bei gleicher Qualität schneller zu erledigen.

6 bombensichere Wege, wenn du sagst: “Ich will weniger arbeiten”:

1. Gönne es dir nicht perfekt zu sein

Du kannst eine Predigt in 1 Stunde schreiben oder in 3 Stunden. Meistens ist ein sehr gutes Ergebnis ausreichend und du musst es gar nicht perfektionieren. In diesem Gastartikel beschreibe ich dir warum du nicht perfekt sein solltest. 

2. Überschätze nicht die Bedeutung von E-Mails

In meiner Elternzeit habe ich alle E-Mails kommentarlos gelöscht. In 4 Wochen waren das über 600 ungelesene E-Mails. Was meinst du in wie vielen Mails etwas war, was mir später fehlte?

In DREI!
Das sind 0,5 % !

Natürlich hatte sich Einiges in der Zwischenzeit bereits erledigt, doch dieses Beispiel zeigt wie sehr wir Mails überschätzen.

E-Mails sind nicht alle wichtig und selten so dringend wie du denkst.

Lese Mails nur zweimal am Tag und greife öfter zum Telefon als zur Mail.
Wer weniger Mails an weniger Empfänger schreibt bekommt auch selber weniger E-Mails.

3. Vermeide Überstunden

Überstunden sind in unserem Job etwas ganz normales. Und heutzutage sind Überstunden in fast jeder Branche normal.

Ich finde Überstunden nicht schlimm.

Ja, das widerspricht der Überschrift. Es ist ok, wenn es zu bestimmten Zeiten mehr zu tun gibt. Wichtig ist, dass es dann auch Zeiten geben darf und muss, die ruhiger sind.

Ostern, Weihnachten, Hochzeitsmonate sind stressig. Doch in den Sommerferien steht Vieles in der Gemeinde still.

Um zu prüfen ob die Hoch-Zeiten und die Flauten bei dir ausgewogen sind, solltest du ein Jahr lang deine Stunden aufschreiben. Dazu gibt es tolle Apps für das Smartphone.

4. Wenn es dir zu viel wird – arbeite schneller!

Wie jetzt?

Schneller Arbeiten soll mein Leben vereinfachen?

Ja!

Frei nach dem Motto “Ich habe solange keine Motivation, bis ich keine Zeit mehr habe.”
Kürze die dir zur Verfügung stehende Zeit für eine Aufgabe und erledige sie so schneller.

Arbeit dehnt sich nämlich in dem Maße aus wie Zeit dafür zur Verfügung steht. (Parkinsonsche Gesetz)

Das ist wie bei einem Kofferraum. Früher ist mein Opa mit seiner Frau, seinen drei Kindern und 4 Koffern in seinem VW Käfer in den Urlaub gefahren.
Später war der Opel Astra für ihn und meine Oma ebenso gut gefüllt.

Nimm dir also weniger Zeit für deine Arbeit und du wirst früher damit fertig sein.

Probier das gleich nach dem Lesen direkt einmal aus:

Überlege, wie viel Zeit du im Schnitt für die zu erledigende Aufgabe benötigst und stelle dir einen Wecker auf 2/3 der Zeit.
Stelle dir den Wecker so hin, dass du jederzeit erkennen kannst wieviel Zeit dir noch bleibt.
Wenn der Wecker klingelt, höre sofort auf.

Nutze die so gewonnene Zeit nicht für eine neue Aufgabe, sondern für etwas, was dir gut tut und deine Batterien auflädt.
Trink einen Kaffee, geh um den Block, mache ein kurzes Schläfchen …

5. Stunden reduzieren

Wenn du mit einem geringeren Gehalt trotzdem gut leben kannst, kann es eine Möglichkeit sein deine Arbeitszeit zu verringern oder sogar zu halbieren.

Du musst dann natürlich darauf bestehen, dass das auch die Verantwortung für weniger Aufgaben bedeutet.

Außerdem müssen Teilzeitkräfte noch mehr auf Überstunden achten, denn so arbeiten wie zu vor für die Hälfte des Einkommens ist nicht der Sinn der Sache.

Und als Letztes:

6. KÜNDIGE

Das ist radikal, aber du musst anschließend 100% weniger arbeiten 😉


Hier noch ein weiterer spannender Artikel zum Downshifting.

Newsletter

Trage deine E-Mail ein und erhalte meinen Newsletter. Kostet keinen Cent, nur deine E-Mail-Adresse. Austragen ist in jeder Mail möglich.

Noch keine Kommentare vorhanden

Was denkst du?

..