Mehr Zeit für Kinder - wie geht das?

Mehr Zeit für Kinder - wie geht das?

Hast du auch manchmal zu wenig Zeit für deine Kinder? Plagt dich das schlechte Gewissen entweder, weil du noch mehr arbeiten müsstest oder eben vor allem bei der Arbeit, weil du doch eigentlich bei deiner Familie sein möchtest? Und du fragst dich, mehr Zeit für Kinder... wie könnte das gehen? Genau das möchte ich dir heute verraten. 

Zunächst einmal möchte ich damit anfangen, was mein Warum ist, warum ich mich überhaupt mit Zeitmanagement beschäftige. Denn nur ein starkes Warum ist ein ausreichender Motivator, um an dem Thema immer dranzubleiben und sich selber weiter zu optimieren. 

Ich habe gemerkt, dass ich viel zu oft zu meinen Kindern sage:
"...gleich, ja."
"Ja, ich kann gerade nicht."
"Das mache ich dann mal nachher."

oder auch
"Der Papa kann jetzt gerade nicht, lass mich das hier noch kurz zu Ende machen." 

Mehr Zeit für Kinder

Das hat mir ein unglaublich schlechtes Gewissen gegeben, dass ich meine Kinder immer vertrösten musste. Vielleicht geht es dir ja auch so? Zunächst mal möchte ich da aber was zu deiner Beruhigung sagen, denn es kommt in der Zeit mit Kindern nicht in erster Linie auf die Quantität an, sondern es kommt auf die Qualität an, die Qualität der miteinander verbrachten Zeit. Es ist eben so, dass du lieber 30 Minuten am Tag ganz intensiv und ohne Ablenkungen bei deinem Kind bist als nebenbei und andauernd unterbrochen eine viel längere Zeit. 

Also, wenn ich bei meinen Kindern bin, hat das Handy da nichts zu suchen. Wenn ich bei meinen Kindern bin, möchte ich mit den Gedanken auch bei meinen Kindern und nicht bei der Arbeit sein, sodass ich die entsprechend vorher vernünftig abschließen muss.

Termine machen 

Ich möchte dir aber auch ein paar Tipps mitgeben, wie du mehr Zeit mit deinen Kindern ermöglichen kannst. Und zwar ist ganz wichtig diese Zeiten fest einzuplanen, also wann ist diese Zeit und was machen wir auch in dieser Zeit. Dann kann da nämlich viel schlechter was dazwischenkommen. Du hast persönlich einen viel höheren Druck diesen Termin nicht zu verschieben, wenn du sagst da gehe ich mit meinem Kind in den Zoo. Das ist einfacher zu sagen, eigentlich wollte ich da mit meinem Kind was machen, aber der Termin ist so wichtig, das muss ich jetzt eben machen. Wenn ich meinem Kind versprochen habe, ich mache mit dir das und das, dann und dann, und das steht im Kalender, hat das eine hohe Verbindlichkeit und ich kann diesen Termin nicht mehr canceln. Das sollten vielleicht sogar regelmäßige Zeiten sein, aber da komme ich gleich nochmal zu. 

Wir machen es zum Beispiel auch so, dass, wenn wir Urlaub haben, wir auch einen gemeinsamen Urlaubsplan aufstellen. Da steht dann noch nicht genau drinnen, wann wir was machen, aber es steht eine Liste drinnen, wo jeder einbringt, was er in dem Urlaub gerne machen möchte, damit jeder auch zu seinem Recht kommt und auch die Kinder können da voll und ganz mitreden und sagen, ich würde gerne mal in den Zoo, ich würde gerne mal schwimmen und, und, und. 

Prioritäten setzen!

Es könnte ja mal sein, dass eine Woche komplett zu voll ist, um Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, sagst du jetzt vielleicht. Nee, ich glaube, dann hast du einfach falsch geplant und du musst diesen Fehler korrigieren, und zwar nicht sagen, das möchte ich nächste Woche anders machen, du musst diesen Fehler sofort korrigieren. Nimm dir also nicht nur für die Zukunft vor es anders zu machen, sondern sage jetzt Termine ab, damit du Zeit mit deinen Kindern hast. Und das heißt, wenn du vorher nichts eingeplant hast und das merkst, plan es dann sofort und sei da auch so radikal, andere Sachen zu lassen. 

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Photo by Naassom Azevedo on Unsplash

Feste Zeiten

Dann ist ein Tipp, der mir sehr hilft, wir haben festgelegte Zeiten, zu denen wir uns sehen. Also es ist klar, vor dem Schlafengehen liest einer von uns oder im Idealfall beide zusammen den Kindern noch etwas vor. Oder der Samstagmorgen, ist klar, meine Frau schläft da etwas länger, die Große deckt den Tisch und ich gehe mit dem Kleinen Brötchen holen. Das ist unsere Zeit, die Männerzeit. Na, da ist man stolz, dass die zwei Männer jetzt zusammen die Brötchen holen. Das ist so ein bisschen wie, hey, wir gehen auf die Jagd und wir bringen das Essen mit. Wir können uns einfach zu zweit unterhalten und haben gemerkt, wie wertvoll das ist. Und wir machen auch ein Ausflug am Montagnachmittag. Wir haben montags beide frei meine Frau und ich, das ist unser einziger freier gemeinsamer Tag. Aber da ist auch klar, Montag nachmittags ist Familienzeit und da machen wir auch gerne mal einen Ausflug.

Es kann aber auch sein, dass man eine feste Uhrzeit an einem festen Tag hat, dass man sagt, mit dem einen Kind treffe ich mich dienstags immer um 17 Uhr und mit dem anderen Kind samstags um 12 Uhr. Aber jedes Kind sollte zumindest eine oder zwei solcher zuverlässigen Zeiten mit Mama und oder Papa wöchentlich haben, damit sich das Kind fest darauf verlassen kann und einstellen kann. Und da kommen wir schon zu dem nächsten Punkt, nämlich dieses mit Mama oder Papa. Es ist auch vollkommen okay mal in Kleingruppen was zu machen, also in familiären Kleingruppen. Es müssen nicht immer Mama, Papa und alle Kinder sein, sondern es ist ein Riesenwert auch zu sagen, einer macht mal nur was mit den Kindern oder einer macht was mit einem Kind oder beide machen was mit einem Kind. Und dieses Kind kriegt dann in dem Moment die volle Aufmerksamkeit, quasi wie so ein Einzelkind auf Zeit, mit voller Aufmerksamkeit und von mir aus auch mit vollen Verwöhnprogramm. 

Gemeinsame Hobbys

Was man dann natürlich machen kann, finde ich auch sehr schön, ein Familienhobby zu finden. Etwas, was allen Spaß macht, da muss man ein bisschen überlegen, aber es gibt immer Dinge, wo das klappt. Das könnte was Sportliches sein. Das kann aber auch etwas anderes sein. Bei Freunden von mir, die sehr viele Kinder haben, waren teure Hobbys sowieso nicht drin. Die haben das Geocaching für sich entdeckt, da kostet dann die Pro Version von der App im Jahr vielleicht um die 20 oder 30 Euro im Moment, und dafür hat man das ganze Jahr ein Spitzen-Hobby mit der ganzen Familie. 

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Photo by Simon Rae on Unsplash

Gemeinsam Essen

Und natürlich eins, was man auf jeden Fall festlegen sollte, sind gemeinsame Mahlzeiten. Dass man sich vornimmt, zumindest einmal jeden Tag wirklich mit allen gemeinsam zu essen, oder sagt, alle frühstücken, alle essen Abendbrot gemeinsam. In dieser Zeit, so ist es zumindest bei uns, wird auch nichts organisiert, nichts geplant, nichts besprochen, sondern das einzige Thema ist, wie geht es euch, wie war euer Tag, worauf freut ihr euch, also einfach nette Unterhaltungen und eben nicht vom Alltag überschattete Planungstreffen, das ist uns ganz wichtig. 

Auf die kleinen Dinge kommt es an

Dann ist mir noch wichtig zu sagen, Kinder brauchen nicht immer große Events. Es muss nicht immer der Ausflug sein, es muss nicht immer viel Geld kosten. Es sind doch die kleinen schönen Dinge, das Spielen im Wald zum Beispiel. 

Unsere Kinder gehen gerade voll auf Zwergendörfer ab, also für Zwerge so kleine Häuschen zu bauen. Wenn du dich jetzt fragst, woran merke ich, wo Zwerge leben? Das sind die Bäume, wo unten so kleine Löcher drin sind, da gehen die Zwerge nämlich rein. Wenn du da mit deinen Kindern an so einem Baum hörst und gleichzeitig auf der Rückseite mit einem Stöckchen klopfst, dann hörst du in dem Baum, wie die Zwerge da drin arbeiten. Das ist gerade bei uns total beliebt. Also einfach was draußen machen oder einfach auch mal gemeinsam im Garten sein und dann es auszuhalten im Garten einfach mal nur zu spielen und nicht direkt anzufangen Unkraut zu zupfen und den Rasen zu mähen. Eine Höhle unter dem Tisch bauen oder auch mal ein ganz klassisches gemeinsames Brettspiel. Ja, Kinder brauchen eigentlich so wenig und das wäre so schön, wenn wir das als Eltern wieder mehr mit den Kindern gemeinsam machen würden. 

Wenn du noch mehr Zeit mit deinen Kindern haben möchtest, kann ich dir nur empfehlen, dir meine Kurse mal anzugucken. Die Kurse helfen dabei schneller Feierabend zu machen und das führt dazu schneller bei seinen Kindern zu sein und mehr Zeit mit den Kindern zu haben. 

Vielleicht kann man so als Fazit sagen, die Zeit, die ihr euch gemeinsam nehmt, sollte Zeit sein, die ihr fest dafür einplant und dann auch Zeit sein, die ihr ganz präsent seid, ganz da sein, kein Handy, keine Besprechungen, keine Sorgen, sondern einfach gemeinsam schöne Zeit verbringen. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen anwesend sein und wirklich da sein. 

Ich hoffe, der ein oder andere Tipp war dabei, den du vielleicht auch noch nicht kanntest oder den du mal kanntest, aber der in Vergessenheit geraten ist. Also ich hoffe einfach, dass einiges dabei ist, wo du sagst, Mensch, das will ich noch mal angehen und dann so in Zukunft mehr Zeit mit deinen Kleinen hast und ihr gemeinsam Zeit als Familie findet. 

7Mind die Meditationsapp ist der Sponsor für den heutigen Post und Podcast. Ich habe dadurch meinen Zugang zur Meditation gefunden und kann mich endlich fallen lassen, habe gelernt mich zu entspannen und mich nur auf meinen Körper zu konzentrieren. Vielleicht ist es ja auch was für dich? (Werbung)

Ich wünsche dir jetzt jedenfalls erstmal einen wunderschönen Tag, zum einen, einen produktiven Tag, aber natürlich auch einen Tag mit viel Zeit für euch als Familie. Und dann hören wir uns in 2 Wochen wieder.

Mach's gut. Bis dahin.

Ciao, ciao!

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