Was du tun musst, um mehr Stille in dein Leben zu holen

Was du tun musst, um mehr Stille in dein Leben zu holen

Pling, Ding Dong, “Sie haben Post”,

E-Mail, Türklingel, Telefon stören oft den Tag eines Kollegen. Wir nennen diesen Kollegen mal Peter. Wenn Peter nichts zu tun hat, startet er den Fernseher. Im Auto hört Peter gerne Radio oder Podcasts.
Beim Spazierengehen mit seinem Sohn telefoniert er mit Kollegen oder Gemeindemitgliedern.
Jetzt hat Peter Urlaub.

Peter ist mit seiner Familie auf einem Bauernhof. Der Hof liegt zwischen wunderschönen Bergen im Schwarzwald. Leider verhindern die Berge einen vernünftigen Handyempfang. Kein Problem denkt sich Peter und fragt die Bäuerin nach dem WLAN. Die erstaunliche Antwort »Klar können sie das nutzen, aber es funktioniert nicht immer. Keine Ahnung warum.«

Nicht immer ist gut. Genau genommen funktioniert es 5 Minuten am ersten Tag. Seitdem geht es nicht mehr. Peter probiert es natürlich immer wieder – ohne Erfolg.
Peter kann keine Mails lesen, keine Musik streamen, keine Podcasts laden …
Peter wird unruhig.

Lieber Leser, ich gestehe ich bin »Peter«, auch wenn ich Benjamin heiße.
Hast du dich auch in Peter wieder entdeckt?

Ich sitze grad auf dem Balkon des Bauernhofes und schreibe. Frau und Kinder machen gerade Mittagsschlaf.

Ich erinnere mich an meine Erkenntnis aus den letzten Exerzitien:

»Lärm muss man machen – Stille ist!«

Für mich ist es der Normalzustand immer Geräusche um mich zu haben. Wenn ich nicht arbeite, höre ich Podcasts, Musik oder schaue fern. Hier ohne WLAN lese ich, wenn die Kinder schlafen. Ich halte es kaum aus einfach nichts zu tun. Und doch sehne ich mich danach. Vielleicht muss man auch das Nichts-Tun wieder üben.

Ich beginne jetzt zu üben und mache 5 Minuten nichts. Ich schaue auf die Berge und höre die Vögel. Ich genieße die Stille.
Für die »Stille« um mich herum kann ich nichts machen. Ich muss auch gar nichts machen, Stille ist einfach da.

Laut den »Perlen des Glaubens« (ein tolles Gebetsarmband) verbindet mich Stille mit mir selbst und mit Gott. Der Weg zu mir und auch der Weg Gottes zu mir liegt in der Stille, im Nichtstun.

Ich lehne mich jetzt zurück. 5 Minuten nur Stille. Machst du mit?

Benjamin – Ich habe Zeit für dich.

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