5 Dinge, für die ich mich als Vater und Ehemann nicht schäme

5 Dinge, für die ich mich als Vater und Ehemann nicht schäme

Als Vater habe ich bisher viele Fehler gemacht und in Zukunft werden es wohl noch mehr.

Ich habe zu viel gearbeitet.
Ich habe die Prioritäten falsch gesetzt.
Ich konnte meinen Kindern oft nicht gute Nacht sagen.
Ich war ungeduldig und mit den Gedanken bei der Arbeit.
Doch für die nachfolgenden Dinge schäme ich mich nicht und werde ich mich auch nie entschuldigen.

Feierabend machen

Ja ja, den Punkt kennst du schon. Aber setzt du ihn auch konsequent durch in deinem Alltag?

Wann machst du Feierabend?
Und noch viel wichtiger: Wie verbringst du diese Zeit?

Mein “Feierabend” ist meist am Nachmittag. Morgens arbeite ich im Büro, mit Schulen und Kindergärten.
Abends sitze ich in diversen Planungs- und Besprechungsrunden.

Nachmittags nutze ich die Zeit oft um mit meinen Kindern zu spielen. Mitten am Tag, während andere arbeiten, zu spielen und auch mal in der Stadt Eis essen zu gehen ist nichts wofür ich mich entschuldige.

Unerreichbar sein

Ich muss nicht jederzeit für jeden sprechbar sein.

Bitte versteh mich nicht falsch. Die Erreichbarkeit von Seelsorgern ist mir enorm wichtig. Aus diesem Grund habe ich bei uns den Gemeindestammtisch “Sprech-Bar” ins Leben gerufen.

Ich unterscheide jedoch inzwischen zwischen erreichbar und sprechbar sein. Ich bin jederzeit erreichbar über das Pastoralbüro, meine Haustür und meinen Briefkasten. Aber ich bin nicht immer sofort sprechbar. Ich gönne mir und uns den Luxus, dass ich manchmal nur für meine Frau und Kinder zu sprechen bin.

Für seelsorgliche Notfälle gibt es eine Telefonnummer, die immer auf einen anderen Kollegen weitergeleitet wird. So ist die Sprechbarkeit des Pastoralteams in dringenden Fällen immer möglich. Diese Gewissheit hilft mir beim Abschalten meines Handys.

Aufschieben

Ich werde mit meiner Arbeit nie »fertig« sein. Das musste ich zwei Jahre lang mühevoll lernen.

Inzwischen weiß ich, dass immer wieder neue Wünsche, Ideen und Anforderungen in mein Leben kommen. Punkte, an denen alles fertig ist, sind die große Ausnahme.

Das ist ok für mich, seitdem ich das erkannt und akzeptiert habe.

Ich gönne es mir in stressigen Zeiten auch mal etwas liegen zu lassen. Ich terminiere die Aufgaben dann einfach neu. Das geht mit Hilfe des Todoist mit nur zwei Klicks.

Ganz wichtig für dein gutes Gefühl:
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Lege deshalb immer schriftlich fest wann du es erledigen wirst.

Wofür ich Zeit investiere entscheide ich anhand meiner Prioritäten. Und da stehen ganz oben Frau und Kinder. Mehr zum Umgang mit Prioritäten und viele Tipps für eine glückliche Ehe findest du hier.

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Urlaub machen

Während ich das hier tippe, bin ich im Urlaub. Es ist 23.40 Uhr und ich liege neben meinem Kind, während mein Daumen übers iPhone huscht.

Im Urlaub arbeite ich eigentlich nicht. Ich schreibe nur Texte auf die ich Lust habe.

Ein Kollege fragte mich mal skeptisch: »Wie? Du arbeitest im Urlaub gar nicht?«

Ja ich bin im Urlaub weder per Mail noch per Telefon erreichbar. So wie ich während der Arbeit für meine Kinder un-erreichbar bin, bin ich das im Urlaub für alle dienstlichen Belange.

Das gebietet der Respekt und die Wertschätzung gegenüber Ehefrau und Kindern.

Während meiner Elternzeit habe ich sogar alle Mails ungelesen gelöscht. Natürlich habe ich das im Autoresponder mitgeteilt. Und was meinst du wieviele der über 600 Mails anschließend noch mal Thema waren? DREI! E-Mails sind längst nicht so wichtig wie du denkst. Entspann dich.

Nein sagen

Meine Woche hat 168 Stunden. So wie die Woche von jedem Menschen. Davon schlafe ich etwa 42 Stunden. Arbeite mehr als 40 Stunden und gehe 7 Stunden spazieren. Wenn ich neben Arbeit und Eigenzeit auch Zeit für meine Frau und meine Kinder haben möchte, muss ich irgendwo abstriche machen.

So habe ich zum Beispiel damals beschlossen, hier nur noch alle zwei Wochen zu schreiben. Ich überlege mir regelmäßig, zu welchen Dingen ich “Nein” sage. Diese Entscheidungen sind nie leicht, aber wenn sie einmal getroffen sind, habe ich noch nie ein “Nein” bereut.

Seitdem ich Vater bin, setze ich meine Zeit bewusster ein.

Und das ist genau richtig so!

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Was denkst du?

© Benjamin Floer
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